US-Vorwahl US-Bürgerrechtler lässt Clinton sitzen


Letzte Vorwahl verloren, letztes TV-Duell verloren - es wird schwer für Hillary Clinton. Nun hat die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten einen weiteren prominenten Unterstützer an Barack Obama verloren - und Michael Bloomberg hat verkündet, dass er auf eine Kandidatur verzichtet.

Der prominente US-Bürgerrechtler John Lewis hat bei den Vorwahlen der Demokraten das Lager gewechselt und unterstützt nun Barack Obama statt Hillary Clinton. Damit folge er dem Willen der Bürger in seinem Wahlbezirk, sagte der schwarze Abgeordnete aus Georgia. "In Amerika geschieht etwas. Die Menschen wollen einen neuen Tag in der amerikanischen Politik und ich glaube, sie sehen Senator Barack Obama as Zeichen dieses Wandels." Lewis sprach von einer schwierigen Entscheidung. Er schätze beide Kandidaten sehr.

Obama erklärte, Lewis sei "ein amerikanischer Held und ein Gigant der Bürgerrechtsbewegung". Seine Unterstützung sei eine große Ehre, sagte der schwarze Senator aus Illinois weiter. Clinton sagte, sie respektiere Lewis' Wechsel. Es sei ihr klar, dass er unter sehr großem Druck gestanden habe. Der 68-jährige Lewis sitzt seit 1987 im Repräsentantenhaus. In den 60er Jahren war er einer der führenden Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung. Bei Protestmärschen in Alabama wurde er von Sicherheitskräften schwer misshandelt.

Michael Bloomberg tritt nicht an

Unterdessen hat sich ein weiterer potenzieller Kandidat endgültig gegen eine Kandidatur entschieden: Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg will bei der Präsidentschaftswahl in diesem Jahr nicht antreten. In einem Gast, er habe sorgfältig jenen zugehört, die ihn zu einem solchen Schritt ermutigt hätten. Er werde aber kein Präsidentschaftskandidat sein. Der Artikel wurde auf der Webseite der "New York Times" veröffentlicht.

Der 66-jährige Milliardär erklärt darin, dass er möglicherweise einen Kandidaten unterstützen werde, der einen unabhängigen und unparteiischen Politikstil habe. Er wolle helfen, "die nationale Diskussion von Parteilichkeit zur Einigkeit zu steuern; weg von der Ideologie zum gesunden Menschenverstand; weg von den markanten Sprüchen zur Substanz". Mitarbeiter Bloombergs hatten erklärt, er habe eine Milliarde Dollar (660 Millionen Euro) für eine unabhängige Präsidentschaftskandidatur eingeplant. Der 5. März ist der erste wichtige Termin für unabhängige Kandidaten, zur Präsidentenwahl zugelassen zu werden. Die Regeln variieren in den 50 US-Staaten; unter anderem müssen mehrere hunderttausend Unterschriften gesammelt werden.

Reuters/AP AP Reuters

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