VG-Wort Pixel

US-Vorwahlen der Republikaner Mitt Romney siegt auch in Washington


Der Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner geht seinen Weg: Mitt Romney hat auch die Vorwahl im Staat Washington gewonnen. Nun steht der "Super Tuesday" an.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat der Favorit Mitt Romney den nächsten Sieg eingefahren: Der Multimillionär gewann in der Nacht zum Sonntag (MESZ) die Vorwahlen im nordwestlichen Bundesstaat Washington, wie US-Medien berichteten. Die Ergebnisse des Urnengangs sind für die Vergabe der Delegierten aus Washington nicht bindend, stärken den früheren Gouverneur von Massachusetts aber vor den zehn Vorwahlen am "Super-Dienstag".

Nach Auszählung von rund 99 Prozent der Stimmen kam Romney dem Nachrichtensender CNN zufolge auf 38 Prozent. Der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum lag demnach mit 24 Prozent hauchdünn hinter dem texanischen Abgeordneten Ron Paul (25 Prozent) auf Platz zwei. Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, erreichte 10 Prozent. Die Verteilung der 43 Delegiertenstimmen aus Washington wird erst auf einem Parteitag Ende Mai endgültig festgelegt.

Der Erfolg in Washington ist Romneys siebter Vorwahlsieg. Am Mittwoch war der Finanzinvestor zum Gewinner einer nicht bindenden Abstimmung in Wyoming erklärt worden, am Dienstag hatte er die Vorwahlen in Arizona und Michigan für sich entschieden. Der frühere Gouverneur gilt als Favorit für die Kandidatur der Republikaner, stößt aber bei der konservativen Basis auf Vorbehalte. Vor allem religiös orientierte Wähler bevorzugen Santorum, der bislang Vorwahlen in vier Bundesstaaten gewinnen konnte.

Am Dienstag, dem entscheidenden "Super Tuesday", stimmen gleich zehn Bundesstaaten ab: Die wichtigsten Vorwahlen stehen in Georgia, Ohio und Tennessee an, die wegen ihrer großen Bevölkerung viele der Delegierten für den Nominierungsparteitag Ende August vergeben dürfen. Hart umkämpft ist zwischen Romney und Santorum Ohio, ein sogenannter "Swing State" mit wechselnden Mehrheiten für Demokraten und Republikanern. Wer die republikanischen Anhänger hier nicht mobilisieren kann, dürfte gegen Obama große Probleme haben. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Vorwahl in Massachusetts, wo Romney von 2003 bis 2007 Gouverneur war.

Um zum republikanischen Kandidaten gekürt zu werden, müssen Bewerber mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen. Weil alle vier Bewerber deutlich machten, bis zum Nominierungsparteitag in Tampa im Rennen bleiben zu wollen, wäre es auch möglich, dass am Ende niemand die erforderliche Mehrheit an Wahlmännern erreicht. In diesem Fall müsste die Parteiführung die Kandidatenfrage dann hinter den Kulissen aushandeln.

dho/AFP/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker