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US-Vorwahlen: Michele Bachmann streicht die Segel

Das ging schnell: Michele Bachmann, die Vertreterin der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung, hat nach ihrem enttäuschenden sechsten Platz bei den ersten Vorwahlen in Iowa ihre Kandidatur aufgegeben.

Als Reaktion auf ihre schwere Niederlage bei der US-Vorwahl im Bundesstaat Iowa hat die Ikone der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung, Michele Bachmann, ihre Kandidatur aufgegeben. "Ich trete zur Seite", sagte die Kongressabgeordnete am Mittwoch in Des Moines. Bachmann hatte am Dienstagabend bei dem ersten wichtigen Stimmungstest im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur einen enttäuschenden sechsten Platz belegt.

Sie war in ihrem Heimatstaat nur auf fünf Prozent der Stimmen gekommen. Bachmann sagte, sie bereue nicht, an dem Rennen um das Weiße Haus teilgenommen zu haben. Die Wähler hätten ihr aber deutlich gezeigt, dass sie einen anderen Kandidaten wollten.

Gewonnen hatte die Abstimmung Mitt Romney knapp vor dem strengreligiösen Ex-Senator Rick Santorum, der von Bachmanns Rückzug am meisten profitieren könnte. Der Gouverneur von Texas, Rick Perry, kündigte an, seine Bewerbung zu überdenken, nachdem er lediglich den fünften Platz belegt hatte.

be/DPA / DPA
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