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US-Präsidentschaftswahl 2016 Bewerbung von Biden? Clintons Team sieht's gelassen


Hillary Clintons Umfragewerte rauschten zuletzt in den Keller. Die Demokraten werden langsam unruhig - und mit dem amtierenden Vizepräsident Joe Biden bringt sich plötzlich ein ganz alter Hase als Kandidat ins Spiel.

Das Wahlkampfteam der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton sieht eine mögliche Präsidentschaftsbewerbung von US-Vizepräsident Joe Biden nach eigenen Angaben gelassen. "Wir werden ihn seine Entscheidung treffen lassen", sagte Clintons Kampagnensprecherin Jennifer Palmieri dem Sender CNN. Die Ernennung zur Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten sei ohnehin keine leichte Aufgabe. "Wir haben keine Illusionen. Wir haben nie gedacht, dass das einfach wird", versicherte Palmieri.

Die Kampagnensprecherin verwies zugleich auf Clintons Favoritenrolle. Die frühere First Lady habe die meisten Wahlkampfspenden eingesammelt und schlage in den meisten Umfragen jeden republikanischen Bewerber. "Mehr kann man nicht wirklich verlangen", sagte Palmieri auf CNN.

Sein verstorbener Sohn hat Biden ermutigt

Laut einem Bericht der "New York Times" erwägt Vizepräsident Joe Biden, ebenfalls ins parteiinterne Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zu ziehen. Die Berater des 72-Jährigen hätten damit begonnen, Kontakte zu führenden Persönlichkeiten und Spendern bei den Demokraten aufzunehmen. Bidens im Mai verstorbener Sohn habe kurz vor seinem Tod seinen Vater ermutigt, sich ein drittes Mal um die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, der im parteiinternen Rennen derzeit vorn liegt, sagte dem Sender CBS, Biden habe "eine gute Chance", Clinton zu schlagen. Schließlich stürzten ihre Umfragewerte derzeit in den Keller und sie habe "einige große Probleme", fügte Trump hinzu.

Er spielte damit auf Vorwürfe gegen Clinton wegen ihres Umgangs mit E-Mails aus ihrer Zeit als Außenministerin an. Auch wegen des während ihrer Amtszeit verübten Angriffs auf die US-Vertretung im libyschen Bengasi, bei dem im September 2012 vier US-Bürger, darunter Botschafter Chris Stevens, getötet worden waren, sowie wegen ihrer Rolle in der gemeinnützigen Stiftung der Clinton-Familie musste sie sich Kritik gefallen lassen.

Bislang verkündeten neben Clinton vier Politiker der Demokratischen Partei ihre Ambitionen auf das Weiße Haus: Der Senator Bernie Sanders, der ehemalige Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley, der frühere Senator und Ex-Gouverneur von Rhode Island, Lincoln Chafee, sowie der frühere Senator von Virginia, Jim Webb. Bei den Republikanern konkurrieren 17 Politiker um die Nominierung.

tim/AFP

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