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US-Wahlkampf: Witze statt Wahlkampf

Wahlkampf kann Spaß machen: Die Kandidaten für die US-Präsidentschaft John McCain und Barack Obama haben sich auf einer Spendengala im Witzereißen gegenseitig übertrumpft. Beide amüsierten sich köstlich - das Publikum war begeistert.

Einen Tag nach ihrer letzten Fernsehdebatte haben Barack Obama und John McCain bei einer Spendengala Scherze statt Slogans ausgetauscht. Auf dem traditionellen Al-Smith-Dinner am Donnerstagabend in New York (Ortszeit) machten die beiden US-Präsidentschaftskandidaten sich dabei über sich und über ihren Gegner lustig.

So erklärte der republikanische Präsidentschaftskandidat McCain, er habe alle seine Berater gefeuert und ihre Aufgaben an "Joe the Plumber" übertragen - den Klempner aus Ohio, der bei dem TV-Duell am Vortag als Durchschnittsamerikaner herhalten musste. Obama habe nichts dagegen, dass er ihn während einer früheren Debatte als "that one" (sinngemäß: "der da") bezeichnet hatte, sagte McCain weiter. "Tatsächlich hat er auch einen Kosenamen für mich: George Bush."

Obama seinerseits scherzte, sein Vorname Barack heiße ohnehin auf Swahili "der da". Seinen muslimisch klingenden Mittelnamen "Hussein" habe er "von jemanden erhalten, der nicht dachte, dass ich mich jemals um die Präsidentschaft bewerben würde". Unter Anspielung auf die Kritik seiner Gegner, er werde von seinen Anhängern wie ein Messias gefeiert, stellte er klar: "Ich wurde nicht in einem Stall geboren."

Am Ende der Gala, die seit 1945 stattfindet, betonen beide, wie sehr sie ihren Gegner respektieren. Obama lobte McCain für seinen Dienst für das Land im Vietnamkrieg, McCain verwies umgekehrt auf Obamas historischen Versuch, erster schwarzer Präsident der USA zu werden.

Reuters / Reuters