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USA-Einreise: Der gläserne Tourist

Die USA verschärfen die Einreisebestimmungen. In Zukunft werden Deutsche und andere Reisende an den Grenzen erkennungsdienstlich per Foto und Fingerabdruck erfasst.

Der Staatssekretär im US-Heimatschutzministerium, Asa Hutchinson, gab in Washington bekannt, dass ab Donnerstag, den 29. September, Deutsche und Reisende aus 26 anderen Ländern sich bei der Einreise in die USA erkennungsdienstlich erfassen lassen müssen. Betroffen von dieser Verordnung sind jährlich rund 13 Millionen Reisende.

Fotos und Fingerabdrücke bei Einreise

Grenzbeamte machen ein Foto und nehmen Fingerabdrücke ab. Die Bilder werden mit Datenbanken abgeglichen, in denen Verbrecher und mutmaßliche Terroristen gespeichert sind. Die neuen Einreisebestimmungen gelten bereits seit Anfang des Jahres, doch waren Reisende aus den 27 Ländern, die kein US-Visum beantragen müssen, bislang ausgenommen. Diese Ausnahmeregelung wird mit dem 30. September gestrichen.

"Besucher in USA weiterhin willkommen

"Eine unserer höchsten Prioritäten ist es, dass die USA weiterhin ein Land bleiben, dass Besucher willkommen heißt und dass die Reisenden weiterhin zu Geschäftszwecken, zum Studieren oder auf Besuch in die USA kommen", sagte Hutchinson.

Nach seinen Angaben wurden seit Januar an 115 Flughäfen und 14 Seehäfen 8,5 Millionen Ausländer erfasst. Terroristen wurden nach früheren Angaben damit bislang nicht aufgespürt. 280 Reisende wurden nach Angaben von Hutchinson festgenommen, einige, weil sie wegen anderer krimineller Vergehen gesucht wurden, andere, weil sie versuchten, mit gefälschten Visa einzureisen.

DPA / DPA
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