USA Wer ist der mysteriöse Todesschütze?


Ein unheimlicher Serienmörder hält die Menschen im Großraum Washington (USA) in Angst und Schrecken. Die Polizei tappt trotz über 1000 Hinweisen noch immer im Dunkeln.

Der mysteriöse Todesschütze hält die Menschen im Großraum Washington (USA) weiter in Angst und Schrecken. Die Polizei tappt trotz über 1000 Hinweisen noch immer im Dunkeln.

Nach sechs tödlichen Anschlägen ist erstmals ein Kind aus dem Hinterhalt attackiert worden. Der 13-jährige Junge wurde direkt vor seiner Schule in die Brust geschossen und hat so viel Blut verloren, dass sein Zustand als »ernst« eingestuft wurde. Die Polizei hielt es wegen der Tatumstände - Schüsse aus dem Hinterhalt - für sehr wahrscheinlich, dass auch dieses Verbrechen auf das Konto des Unbekannten geht.

Der Anschlag ereignete sich in einem der benachbarten Bezirke der US-Hauptstadt Washington im Bundesstaat Maryland. Der Junge war von seiner Tante zur Schule in der Kleinstadt Bowie gebracht worden. Sie selbst hob das blutende Kind vom Boden auf und brachte es in ein Krankenhaus. Von dort wurde der Junge per Helikopter in eine Spezialklinik geflogen.

Nach Angaben der Polizei könnte es bis zu 24 Stunden dauern, bis feststeht, ob es einen Zusammenhang mit der vorausgegangenen Attentatsserie des Heckenschützen gibt. Nicht ausgeschlossen wurde auch eine Nachahmer-Tat.

Viele besorgte Eltern brachten am Montag ihre Kinder persönlich zu den Schulen, für die in mehreren Bezirken ein »lock up« verfügt wurde.

Das heißt, mit Beginn des Unterrichts wurden die Türen abgeschlossen und die Schüler durften auch während der Unterrichtspausen nicht ins Freie. Bisher haben sich alle Anschläge auf öffentlichen Plätzen ereignet, etwa vor Einkaufszentren und an Tankstellen. Viele Menschen vermeiden inzwischen aus Angst das Einkaufen.

Bisher tappt die Polizei bei der Jagd nach dem unbekannten Scharfschützen völlig im Dunkeln. Trotz fast 1000 »glaubwürdigen« Tipps aus der Bevölkerung gibt es nach Angaben vom Montag bisher keinerlei Hinweise auf die Identität des Mörders oder der Mörder. Die Polizei fahndet nach einem weißen Kleinlaster mit einem Fahrer und einem Passagier, bei dem es sich um den Schützen handeln könnte.

Zeugen wollen das Fahrzeug an einigen der Tatorte gesehen haben. Die Polizei hofft, dass zur Hilfe gerufene so genannte Profiler des Bundeskriminalamts FBI weiterhelfen: Experten, die anhand des Tatablaufs und der Tatorte ein Charakterbild des Verbrechers entwerfen und eingrenzen, wo er sich aufhalten könnte.

Die Anschlagsserie hatte am Mittwoch vergangener Woche begonnen. Die ersten fünf Anschläge ereigneten sich innerhalb von 16 Stunden im Bezirk Montgomery (Maryland) und damit nur wenige Kilometer von Washington entfernt. Zwei Menschen wurden an Tankstellen ermordet, die anderen traf es jeweils beim Rasenmähen, auf einem Parkplatz vor einer Landezeile und beim Ausruhen auf einer Bank vor einem Postamt.

Danach wurde direkt in der US-Bundeshauptstadt ein Mann beim Überqueren einer Straße erschossen. Als siebtes Opfer suchte sich der Heckenschütze im rund 150 Kilometer entfernten Fredericksburg (Virginia) eine Frau aus. Sie wurde beim Beladen ihres Autos vor einem Einkaufszentrum in den Rücken geschossen und überlebte. Sollte sich ein Zusammenhang mit dem Heckenschützen herausstellen, wäre der Junge das achte Opfer des Verbrechers.


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