HOME

Brisanter CNN-Bericht: Mutter des mutmaßlichen Todesschützen von El Paso soll Polizei vor Massaker kontaktiert haben

Einem Medienbericht zufolge hat die Mutter des mutmaßlichen Schützen von El Paso die Polizei kontaktiert. Demnach habe sie sich besorgt gezeigt, dass ihr Sohn ein Sturmgewehr besitze. 

USA, El Paso: Demonstranten halten ein Banner

USA, El Paso: Demonstranten halten ein Banner, um gegen den Besuch von Präsident Donald Trump in der Grenzstadt zu Mexiko zu protestieren

DPA

Die Mutter des 21 Jahre alten mutmaßlichen Schützen von El Paso soll bei der Polizei Wochen vor der Bluttat angerufen und sich besorgt gezeigt haben, dass ihr Sohn in seinem Alter und ohne Waffenerfahrung ein Sturmgewehr vom Typ AK besitze. Das berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf die Anwälte der Familie. Sie habe aber nicht vor einer möglichen Attacke ihres Sohnes gewarnt, hieß es.

In El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Schütze am Samstag in einem Einkaufszentrum um sich gefeuert. Insgesamt kamen 22 Menschen ums Leben, darunter mehrere Mexikaner und auch ein Deutscher. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter ergab sich der Polizei und ist in Gewahrsam. 

Bisher sei unklar, ob es sich um die Tatwaffe aus El Paso handelt

Es war zunächst nicht klar, ob die Mutter sich mit ihrem anonymen Anruf bei der Polizei im texanischen Allen auf die Waffe bezog, mit der ihr Sohn im fast 1000 Kilometer entfernten El Paso um sich geschossen haben soll. Der Polizeibeamte habe ihr gesagt, der Waffenbesitz ihres Sohnes sei legal, zitierte CNN die Anwälte weiter. Aufzeichnungen über das Telefonat lägen nicht vor, antwortete die Polizei auf Anfrage des Senders.

Nach dem Massaker in El Paso, in der Nacht zum Sonntag, hatte in Dayton ein weiterer Schütze neun Menschen getötet. Das Motiv des 24 Jahre alten Täters ist bislang unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

US-Präsident Donald Trump sieht sich nach den Massakern in El Paso und Dayton mit 31 Toten erneut mit Rufen nach einer Verschärfung der Waffengesetze konfrontiert. Bei seinen Besuchen in beiden Städten (der stern berichtete) forderten Politiker eindringlich strikte Hintergrundchecks für Waffenkäufer und ein Verbot von Sturmgewehren im Land. Beide Besuche wurden von Protesten begleitet. Führende demokratische Präsidentschaftsbewerber kritisierten erneut seine Rhetorik gegen Migranten und Minderheiten

Quellen: CNN

fs / DPA