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Griechenland-Krise: Varoufakis erhebt Vorwürfe gegen Schäuble

Es herrscht weiter Ausnahmezustand: Banken und die Börse sind geschlossen, das gesamte System steht vor dem Zusammenbruch. Varoufakis schlägt den Gläubigern gegenüber harte Töne an. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

Griechenlands Finanzminister wirft den Gläubigern "Terrorismus" vor

Griechenlands Finanzminister wirft den Gläubigern "Terrorismus" vor

Am Sonntag sollen die Griechen in einem Referendum darüber abstimmen, ob sie bereit sind für weitere Rettungsprogramme auf Spar- und Reformforderungen einzugehen. Regierungschef Alexis Tsipras warb am Freitagabend in Athen vor Zehntausenden Anhängern für eine Ablehnung der internationalen Sparvorgaben. Euro-Finanzexperten erwarten, dass eine mehrheitliche Ablehnung den Verbleib Griechenlands im Euroraum gefährdet.

Die wichtigsten Entwicklungen des Tages hier zum Nachlesen.

+++ 19.35 Uhr: Rot-grüne Politiker schalten Anzeige in griechischer Zeitung +++

Die Griechenland-Krise sorgt für einen ungewöhnlichen Schulterschluss zwischen rot-grünen Bundestagsabgeordneten: 51 Politiker beider Parteien schalteten in der griechischen Zeitung  "Kathimerini" am Samstag eine Anzeige, in dem sie ihre Solidarität mit dem schuldengeplagten Land betonten. Eine klare Aufforderung, beim anstehenden Referendum mit "Ja" oder "Nein" zu stimmen, enthält die Anzeige nicht. Ungewöhnlich ist aber, dass Mitglieder der SPD-Regierungsfraktion gemeinsam mit einer Oppositionspartei den Aufruf initiiert haben. "Wir sind überzeugt, dass wir Fehler und Ungerechtigkeiten in der bisherigen Krisenpolitik besser mit Griechenland im Euro korrigieren können", heißt es in dem Aufruf. Aus SPD-Kreisen verlautet, die Aktion erkläre sich mit Verärgerung über Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der Griechenland offenbar aus der Euro-Zone drängen wolle.

+++ 16.26 Uhr: Grexit wäre laut Steinmeier "verheerend" +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnt vor gravierenden Folgen eines Ausscheidens Griechenlands aus der Euro-Zone. "Selbst wenn wir eine solche Entwicklung finanz- und währungspolitisch bewältigen können, wäre das Signal eines 'Grexit' an die Länder außerhalb der EU verheerend", sagt er dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Europa würde dann "in Teilen der Welt an Ansehen verlieren und Glaubwürdigkeit einbüßen".

+++ 16.22 Uhr: Varoufakis erhebt Vorwürfe gegen Schäuble +++

Yanis Varoufakis wirft Wolfgang Schäuble vor, schon seit Jahren an einem Euro-Austritt Griechenlands zu arbeiten. "Schon 2012 hat Herr Schäuble deutlich gemacht, dass er einen Grexit bevorzugen würde", sagt der griechische Finanzminister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabmeldung. Die Schuld, dass die Banken in Griechenland geschlossen sind, schiebt Varoufakis den Geldgebern zu. "Europa hat beschlossen, uns zu erpressen, damit wir einen Vertrag unterschreiben, der für niemanden gut ist."

 +++ 15.25 Uhr: Italien nicht länger Griechenlands "Gefährte im Unglück" +++

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi weist Warnungen vor einem Übergreifen der Krise von Griechenland auf Italien zurück. "Hören wir auf, Italien als den Kranken Europas zu beschreiben. Wir sind es nicht mehr", sagt Renzi dem Fernsehsender TG5. Italien habe keine Angst vor den Auswirkungen des Referendums in Griechenland am Sonntag. "Wenn Italien und Griechenland Gefährten im Unglück waren, ist dies heute nicht mehr der Fall. Wir sind die, die das Problem lösen, wir sind nicht mehr das Problem."

+++ 14.45 Uhr: Ausgang des Referendums weiter ungewiss +++

Auch unmittelbar vor dem Referendum am Sonntag zeichnet sich kein Trend für oder gegen den Reformkurs ab. Die Regierung heizt die Stimmung in der gespaltenen Bevölkerung weiter an, die wegen der nahenden Staatspleite tief verunsichert ist. 

+++ 14 Uhr: Schulz erwägt Notstandskredite +++

Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, bringt "Notstandskredite" zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung in Griechenland ins Spiel. "Dafür wären kurzfristig Gelder in Brüssel abrufbar", sagt der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag". Man werde "die Menschen in Griechenland nicht im Stich lassen."

Besonders schwierig werde die Lage, wenn Athen nach einem "Nein" der Griechen beim Referendum am Sonntag zu den Forderungen der Geldgeber das Geld ausgehe. "Ohne neues Geld können die Gehälter nicht ausgezahlt werden, das Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr, die Stromversorgung und der öffentliche Transport versagen", sagt er. Ein für die Geldgeber arbeitender Experte sagte der Zeitung zufolge: "Die Regierung hat vielleicht noch Geld für eine Woche, aber bestimmt nicht viel länger."

+++ 13.45 Uhr: "Humanitäre Katastrophe" befürchtet +++

Vor der Volksabstimmung in Griechenland hat der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, vor einer "humanitären Katastrophe" gewarnt. Sollten die Griechen am Sonntag das Sparpaket ablehnen, werde das Wirtschaftsleben dort zum Stillstand kommen, sagt Weber in München. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. Ministerpräsident Alexis Tsipras spiele mit dem Feuer. 

+++ 11.20 Uhr: Banker stellen sich auf lange Nacht nach Referendum ein +++

Banker in ganz Europa stellen sich nach dem Referendum in Griechenland am Sonntag auf eine lange Nacht ein. Bei der Deutschen Bank etwa ist gegen 22 Uhr eine Telefonkonferenz geplant, um über die Folgen der Volksabstimmung über die Sparvorschläge der internationalen Geldgeber zu beraten. Die Wahllokale in Griechenland schließen um 18 Uhr - sowohl ein "Ja" wie ein "Nein" könnte weitreichende Auswirkungen auf den europäischen Finanzmärkten haben, auch wenn die Folgen laut Experten schwer vorherzusehen sind.

+++ 10.45 Uhr: Varoufakis wirft Gläubigern "Terrorismus" vor +++

Einen Tag vor dem Referendum in Griechenland über die Forderungen der internationalen Geldgeber wirft der griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis den Gläubigern "Terrorismus" vor. "Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen - Terrorismus", sagt Varoufakis der spanischen Zeitung "El Mundo". "Was Brüssel und die Troika heute wollen, ist, dass das 'Ja' gewinnt, damit sie die Griechen weiter erniedrigen können", sagt er mit Blick auf die Volksabstimmung am Sonntag.  "Warum haben sie uns gezwungen, die Banken zu schließen? Um Angst unter den Leuten zu schüren", sagt der Minister. "Und wenn es darum geht, Angst zu verbreiten, dann nennt man dieses Phänomen Terrorismus."

+++ 9.30 Uhr: Laut Athen keine Kürzungen von Bankguthaben geplant +++

Die Regierung und die Banken in Griechenland treten Befürchtungen entgegen, dass aufgrund der dramatischen Finanzkrise des Landes Bankguthaben gekürzt werden könnten. "Solche Pläne gibt es absolut nicht", sagt die Präsidentin des griechischen Bankenverbandes, Louka Katseli, dem TV-Sender Skai. "Das Szenario einer Kürzung von Bankguthaben gehört in den Bereich der Fantasie", sagt Katseli. Spekulationen über mögliche Einschnitte kursieren schon seit Tagen in der griechischen Presse. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras betonte jedoch wiederholt, die Bankguthaben seien sicher.

+++ 2.20 Uhr: Deutsche Wirtschaft warnt vor "Nein" bei Griechenland-Referendum +++

Die deutsche Wirtschaft hofft bei dem Referendum in Griechenland an diesem Sonntag auf Zustimmung zu einem Spar- und Reformprogramm im Gegenzug für weitere Rettungshilfen. "Unsere Hauptsorge ist: Was passiert nach einem "Nein" der Griechen", sagt der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer.

+++ 2 Uhr: Varoufakis weist Bericht über Zwangsabgabe für Sparer zurück +++

Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis weist einen Zeitungsbericht über eine mögliche Zwangsabgabe für Kontoinhaber zur Stützung der griechischen Banken zurück. Bei dem Bericht handle es sich um ein "böswilliges Gerücht", das der Chef der griechischen Bankenverbands bereits am Freitagmorgen dementiert habe, erklärt Varoufakis über den Kurzbotschaftendienst Twitter. 

+++ 1 Uhr: Griechische Sparer könnten rund ein Drittel verlieren +++

Um das griechischen Bankensystem zu stützen, könnten griechische Sparer einem Zeitungsbericht zufolge mindestens 30 Prozent ihrer Guthaben verlieren. Anlegern mit einem Guthaben von mehr als 8000 Euro könnte ähnlich wie auf Zypern im Jahr 2013 eine Zwangsabgabe drohen, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Banker und Geschäftsleute. "Dies könnte im Rahmen einer Restrukturierung des gesamten Bankensektors geschehen, sobald Griechenland wieder in einem  Hilfsprogramm zurück sein sollte", sagt einer von ihnen dem Blatt.

+++ 0.45 Uhr: Schäuble sieht keine Ansteckungsgefahr bei Banken-Crash +++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht keine Bedrohung durch den griechischen Banken-Sektor für andere Geldhäuser in Europa. "Selbst wenn es zum Zusammenbruch einzelner Banken kommen würde, ist die 'Ansteckungsgefahr' vergleichsweise gering", sagt er der "Bild"-Zeitung. "Die Märkte haben schon in den vergangenen Tagen sehr zurückhaltend reagiert. Das zeigt, dass das Problem beherrschbar ist." Die Banken in Griechenland seien vorerst geschlossen, sagt Schäuble, die europäische Bankenaufsicht beobachte die Lage.

ivi / DPA / AFP / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(