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Machtkampf im Krisenstaat Venezuelas Präsident Maduro offenbar zu Gesprächen mit Opposition bereit


Entspannung in Venezuela? Der unter Druck stehende Staatschef Nicolás Maduro hat in einem Interview Verhandlungen mit der Opposition angeboten.

Im Machtkampf in Venezuela hat Präsident Nicolás Maduro der von Juan Guaidó geführten Opposition Gespräche angeboten. "Ich bin bereit, mich mit der Opposition an den Verhandlungstisch zu setzen, um zum Wohle Venezuelas über Frieden und die Zukunft zu sprechen", sagte Maduro der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Maduro betonte in dem Interview, dass er auch zu einer internationalen Vermittlung in dem Machtkampf bereit sei. Dazu seien bereits Gespräche geführt worden.

In dem ölreichen Staat tobt ein Machtkampf zwischen Regierung und Opposition. Der von den USA unterstützte Parlamentschef Guaidó hatte sich vergangene Woche zum Übergangspräsidenten erklärt und will den sozialistischen Staatschef Maduro aus dem Amt drängen. Russland unterstützt als eines von wenigen Ländern Maduro.

Entgegen ersten Meldungen schloss Maduro gegenüber Ria Nowosti eine vorgezogene Präsidentenwahl aus: "Wir lassen uns von niemandem in der Welt ein Ultimatum stellen oder erpressen", sagte er. "Wenn die Imperialisten neue Wahlen wollen, müssen sie bis 2025 warten." Erst vor weniger als einem Jahr seien Wahlen in Venezuela abgehalten worden, betonte Maduro. Diese sei verfassungskonform und legal gewesen.

Zunächst hatte es geheißen, Maduro habe sich in dem Interview für Neuwahlen ausgesprochen.

nik AFP

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