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Vorwahlen in Frankreich: Sozialistenchefin Martine Aubry will Präsidentin werden

Die französische Sozialisten-Chefin Martine Aubry will bei den Präsidentschaftwahlen 2012 gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy antreten. Als aussichtsreichster möglicher PS-Kandidat hatte bis vor kurzem Dominique Strauss-Kahn gegolten.

Die Parteichefin der französischen Sozialisten, Martine Aubry, will am Dienstag einen ersten Schritt hin zu einer Präsidentschaftskandidatur im kommenden Jahr machen. Aubry werde am Dienstag in der nordfranzösischen Stadt Lille, wo sie Bürgermeisterin ist, vor die Presse treten, teilte ihr Büro am Montag mit. Dabei will die 60-Jährige offiziell ihre Kandidatur bei den Vorwahlen ankündigen, bei denen im Oktober der Präsidentschaftskandidat der Sozialisten bestimmt wird. Kandidaten können sich von Dienstag an bis zum 13. Juli melden.

Aubry hatte eine Abmachung mit dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, getroffen, wonach nur einer der beiden bei den Vorwahlen antreten soll. Er galt bis zu seiner Verhaftung als der aussichtsreichere Kandidat. Nach der Festnahme von Strauss-Kahn wegen Vergewaltigungsvorwürfen in New York wurde seit Wochen auf eine Ankündigung Aubrys gewartet.

Schärfster innerparteilicher Gegner der früheren Arbeitsministerin ist der ehemalige Parteichef François Hollande, der derzeit die Beliebtheitsliste der Sozialisten anführt. Auch die sozialistische Präsidentschaftskandidatin von 2007, Ségolène Royal, kündigte bereits an, dass sie erneut ins Rennen gehen will. Es wird erwartet, dass sich auf Seite der Konservativen Präsident Nicolas Sarkozy um eine zweite Amtszeit bewirbt.

AFP/DPA / DPA