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Wahl in Ukraine: Knappes Rennen um Juschtschenkos Nachfolge

In einer Stichwahl ist in der Ukraine am Sonntag über den neuen Präsidenten entschieden worden. Um die Nachfolge des in der ersten Runde ausgeschiedenen Amtsinhabers Viktor Juschtschenko bewarben sich Oppositionsführer Viktor Janukowitsch und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.

In einer Stichwahl ist in der Ukraine am Sonntag über den neuen Präsidenten entschieden worden. Um die Nachfolge des in der ersten Runde ausgeschiedenen Amtsinhabers Viktor Juschtschenko bewarben sich Oppositionsführer Viktor Janukowitsch und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Beide nutzten noch ihre Stimmabgabe am Vormittag, um bei den 37 Millionen Wahlberechtigten für sich zu werben.

"Ich habe für eine neue Ukraine - eine schöne und europäische Ukraine - gestimmt", sagte Timoschenko in ihrem Wahlkreis in der Industriestadt Dnipropetrowsk. "Und dafür, dass die Menschen glücklich leben." Janukowitsch sagte in seinem Wahlkreis in Kiew, die Wahl markiere "den ersten Schritt zur Überwindung der Krise". Auch er betonte, die Ukrainer hätten ein besseres Leben verdient. "Deshalb habe ich für positive Veränderungen, Stabilität und eine starke Ukraine gestimmt."

Das Rennen gilt als offen. Fünf Jahre nach der friedlichen Massenbewegung gegen Unregelmäßigkeiten bei Janukowitschs Wahlsieg - der dann vom Obersten Gericht für ungültig erklärt wurde - hat die Orangene Revolution ihre Anziehungskraft verloren: Timoschenko schaffte es in der ersten Runde Mitte Januar mit zehnprozentigem Abstand hinter Janukowitsch in die zweite Runde. Amtsinhaber Viktor Juschtschenko wurde vom Wähler mit einem Ergebnis von 5,7 Prozent abgestraft. Timoschenko hat angedeutet, dass sie einen Sieg Janukowitschs nicht akzeptieren werde.

Die Wahllokale sind bis 19.00 Uhr geöffnet, erste Prognosen werden eine Stunde nach ihrer Schließung erwartet.

APN / APN