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Weltklimagipfel in Kopenhagen: China, USA, Russland und Indien für 50 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich

Die vier Staaten China, die USA, Russland und Indien sind für 50 Prozent des weltweiten Ausstoßes von CO2 aus energetischer Nutzung verantwortlich.

Die vier Staaten China, die USA, Russland und Indien sind für 50 Prozent des weltweiten Ausstoßes von CO2 aus energetischer Nutzung verantwortlich. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Freitag im Vorfeld des Kopenhagener Weltklimagipfels mit, der am Montag beginnt. Die Statistiker bezogen sich auf Daten der Internationalen Energieagentur (IEA).

Demnach hat die Volksrepublik China im Jahr 2007 erstmals die USA als größten Emittenten abgelöst; beide Länder zusammen sorgten für über 40 Prozent der globalen Emissionen. Die globalen Emissionen stiegen von 1990 bis 2007 von rund 21 auf 29 Milliarden Tonnen, fast die Hälfte des Zuwachses kam aus China.

Neben der Volksrepublik befanden sich mit Russland, Indien, der Republik Korea und dem Iran noch weitere Schwellenländer unter den zehn größten Emittenten von CO2 aus energetischer Nutzung. Dabei ist der russische Ausstoß nach dem Ende der Sowjetunion in den 1990er Jahren deutlich zurückgegangen. Die anderen vier Länder haben ihre Emissionen seit 1990 zusammen um 159,3 Prozent erhöht.

Neben der energetischen Nutzung gibt es noch weitere klimawirksame Emissionen - etwa die von Methan aus der Landwirtschaft - die in Deutschland insgesamt deutlich über 10 Prozent der CO2-Emissionen gemessen in CO2-Äquivalenten ausmachen.

Deutschland schaffte ein Minus von 16 Prozent

Von den Industrieländern zählen neben den USA nach wie vor Japan, Deutschland, Kanada und Großbritannien zu den größten Emittenten. Der Ausstoß von CO2 aus energetischer Nutzung hat sich in diesen Ländern unterschiedlich entwickelt: Während Deutschland seinen Ausstoß von 1990 bis 2007 um 16,0 Prozent und Großbritannien um 5,4 Prozent reduzieren konnte, erhöhten die anderen Länder in diesem Zeitraum ihre Emissionen.

Am deutlichsten stiegen die CO2-Emissionen mit plus 32,5 Prozent in Kanada. Diese Erhöhung liegt aber immer noch unter dem globalen Durchschnitt von plus 38,0 Prozent.

Die Emissionen pro Einwohner sind in den Schwellenländern immer noch bedeutend niedriger als in den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen, wie das Bundesamt weiter mitteilte. So waren die Emissionen pro Einwohner in den USA 2007 über sechzehn Mal so groß wie in Indien - obwohl die Differenz seit 1990 geschrumpft ist.

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AP / AP