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Zehnmonatiges Moratorium endet: Umstrittene Bauarbeiten im Westjordanland beginnen wieder

Nach dem Ende eines zehnmonatigen Moratoriums sind am Montag die Bauarbeiten in jüdischen Siedlungen im Westjordanland wieder aufgenommen worden.

Nach dem Ende eines zehnmonatigen Moratoriums sind am Montag die Bauarbeiten in jüdischen Siedlungen im Westjordanland wieder aufgenommen worden. Wie der israelische Rundfunk berichtete, rückten am Morgen unter anderem in Adam im Norden des Westjordanlands mehrere Bulldozer an. Dort sollen den Angaben zufolge rund 30 Wohnungen für jüdische Siedler entstehen. Nach israelischen Fernsehberichten sollen die Bauarbeiten in mindestens acht Siedlungen wieder aufgenommen werden.

Der im November 2009 nach internationalem Druck verhängte Baustopp war in der Nacht zum Montag ausgelaufen. Nun dürfen die Bauarbeiten weitergeführt werden, für die bereits vor zehn Monaten eine Genehmigung vorlag. Zudem wurde das Genehmigungsverfahren erleichtert. Die jüdischen Bauaktivitäten sind der größte Streitpunkt bei den erst Anfang September wieder aufgenommenen direkten Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern. Die Palästinenser drohten bereits, aus den Gesprächen wieder auszusteigen.

AFP / AFP
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