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US-Wahl Bernie Sanders sagte Trumps Strategie voraus: "Er wird sich zum Sieger erklären"

Politiker Bernie Sanders
Bernie Sanders
© Adam J. Dewey / Picture Alliance
Obwohl das Ergebnis der US-Wahl noch längst nicht feststeht, erklärte sich US-Präsident Donald Trump zum Sieger. Genau vor diesem Szenario hatte Bernie Sanders bereits vor wenigen Tagen in einem Interview gewarnt. 

Es war ein denkwürdiger Auftritt von US-Präsident Donald Trump: Obwohl die Ergebnisse in mehreren hart umkämpften Schlüsselstaaten noch nicht feststehen, trat Trump vor die Kameras im Weißen Haus – und reklamierte den Wahlsieg für sich. "Wir haben diese Wahl gewonnen", sagte Trump vor seinen Anhängern.

In Bezug auf die laufende Auszählung sprach Trump von "Betrug" am amerikanischen Volk. Dafür führte er zwar keine Belege an, drohte allerdings bereits mit rechtlichen Konsequenzen: "Wir werden vor den Supreme Court ziehen", sagte der 74-Jährige. "Wir wollen, dass alles Wählen endet."

Genau vor diesem Szenario hatte der frühere demokratische Mitbewerber Bernie Sanders gewarnt. Vor wenigen Tagen prophezeite Sanders im Interview mit dem Moderator Jimmy Fallon in der Sendung "The Tonight Show" ein hohes Briefwahlaufkommen in den Staaten Michigan, Pennsylvania und Wisconsin.

Bernie Sanders sagte Trumps Verhalten voraus

Das Problem sei laut Sanders, dass viele demokratische Wähler ihre Stimme per Brief abgeben würden. Deshalb könnte es zunächst nach einem Sieg von Donald Trump aussehen. "Trump wird sich vorzeitig zum Sieger erklären und die Auszählung der brieflichen Stimmen stoppen wollen", prognostizierte er damals – und lag, wie sich nun zeigt, mit seiner These absolut richtig. Auch deshalb wurde sein Interview auf Twitter tausendfach geteilt, kommentiert und millionenfach aufgerufen.

Indes kündigte Trumps Herausforderer Joe Biden an: Die Demokraten würden mit eigenen juristischen Mitteln dagegen vorgehen, sollte der US-Präsident versuchen, die Auszählung zu stoppen. 
Sein Wahlkampfteam sprach von einem "skandalösen Vorgang". 

"Niemals zuvor in unserer Geschichte hat ein Präsident der Vereinigten Staaten versucht, den Amerikanern in einer nationalen Wahl ihre Stimme wegzunehmen", hieß es in der Erklärung von Bidens Wahlkampfchefin Jen O'Malley Dillon. Sogar Vizepräsident Mike Pence distanzierte sich auf der Bühne leicht von Trump. Er wies darauf hin, dass die Stimmen noch ausgezählt werden.

rpw

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