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Facebook: Wegen sexistischer Kommentare: CDU-Politiker Michael Stauder muss zurücktreten

Der CDU-Politiker Michael Stauder hat sich auf Facebook sexistisch über Renate Künast und eine Klima-Aktivistin geäußert. Nun ist er zurückgetreten. 

Mann von hinten vor dem Schriftzug der CDU

Nach sexistischen Kommentaren hat Michael Stauder seinen Rücktritt als CDU-Vorsitzender in Nieder-Eschbach erklärt (Symbolbild) 

DPA

Eine Frau als "Drecksfotze" oder "Stück Scheiße" zu bezeichnen, findet der nun ehemalige CDU-Vorsitzende von Nieder-Eschbach in Frankfurt, Michael Stauder, in bestimmten Fällen offenbar angebracht. Nachdem die Grünen-Politikerin Renate Künast sich vor Gericht dagegen gewehrt hatte, sich auf Facebook derartige Beleidigungen gefallen lassen zu müssen, fühlte sich Stauder dazu berufen, auch seine Meinung zu dem Fall zu äußern.

"Mal zum Spaß, so wie die 'Frau' aussieht, kann man(n) verstehen, dass Männer sich lieber dem 'warmen' Lager zuwenden", kommentierte der 55-Jährige auf der Facebook-Seite des CDU-Bürgermeisters Uwe Becker. 

Aber damit nicht genug. Auch zu Fotos und Plakaten der Fridays-for-Future-Demonstrationen schrieb der Politiker seine fragwürdigen Gedanken auf – für alle sichtbar auf der Facebook-Seite seines CDU-Kollegen Markus Frank. Zu einem Foto, das eine Klima-Aktivistin mit einem Plakat mit der Aufschrift "Fickt lieber miteinander anstatt die Erde" zeigt, schrieb Stauder: "Zu dem feschen Mädel (…) kommt mir dann so ein Gedanke: 'Na, dann bück dich, du Luder.'"

"Die CDU endlich von sexistischen Arschlöchern befreien" 

Mehrere Journalisten haben die mittlerweile gelöschten Kommentare mit Screenshots festgehalten. Nico Wehnemann (Die Partei) forderte daraufhin den Rücktritt des sexistischen CDU-Politikers. Er verlangte, CDU-Chef Jan Schneider müsse "seine lustige Bauerntruppe endlich mal von sexistischen Arschlöchern befreien oder den Laden dicht machen". Auch Parteikollegen zeigten sich entsetzt.

Gegenüber der "Frankfurter Rundschau" entschuldigte sich Michael Stauder daraufhin und sagte, "der Teufel" habe ihn "geritten". Er hoffe, sein Fehler sei damit aus der Welt. Das war er nicht. Jan Schneider sagte der Zeitung wenig später, dass Stauder zurückgetreten sei. 

Quelle: "Frankfurter Rundschau"

ame
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