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#FightForOurWrite: Herr Erdogan, Herr Trump, Herr Putin - schauen Sie auf diese Motive!

Die Hamburger Elbphilharmonie liegt direkt gegenüber von Gruner + Jahr. Wenn sich im Konzerthaus die G20-Staatschefs treffen, werden sie von führenden Chefredakteuren des Verlags großformatig an die Presse- und Meinungsfreiheit erinnert.

G20 Pressefreiheit Kritik

Von den Staaten, die am G20-Gipfel in Hamburg teilnehmen, belegt kein einziges einen Top-Ten-Platz im Presseindex. In der Rangliste der "Reporter ohne Grenzen" kommt Deutschland auf den 16. Platz. Und selbst die USA, Bastion der Meinungsfreiheit, rangieren nur unter ferner liefen auf Platz 46. Allein in der Türkei sitzen derzeit 120 Journalisten im Gefängnis. Einer von ihnen ist "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel, der im Februar unter fadenscheinigen Gründen festgenommen wurde.

G+J-Kampagne für Meinungs- und Pressefreiheit

Um die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten an die Einhaltung der Pressefreiheit zu erinnern, begrüßt der Verlag Gruner + Jahr (stern, Brigitte, GEO) sie mit einer Kampagne für die Meinungs- und Pressefreiheit. Mit vier großen Plakaten an der Fassade des Verlagsgebäudes gegenüber der Elbphilharmonie, in der Tayyip Recep Erdogan, Donald Trump, Wladimir Putin und Co. am Freitag ein Konzert besuchen werden, und einer mehrsprachigen Social-Media-Aktion macht der Verlag auf presserechtliche Missstände aufmerksam und tritt für eine freiheitliche Medienberichterstattung ein.

G20 Pressefreiheit Meinung

Herzstück der Kampagne sind Motive, die mit Bezug auf inhaftierte Journalisten weltweit fünf G+J-Chefredakteure hinter Gittern zeigen. Sie fordern, Journalisten in ihren Rechten in keiner Weise einzuschränken. So lautet die Botschaft von stern-Chefredakteur Christian Krug: "Kritik darf nie der Grund für Einzelhaft sein".

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Kreation und Konzeption stammen von der Digitalagentur Territory Webguerillas. Die eindringlichen Fotos der Chefredakteure setzte Fotograf Anatol Kotte in Szene. Julia Jäkel, CEO Gruner + Jahr: "Wir möchten die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder darauf aufmerksam machen, wie wichtig freie und unzensierte Berichterstattung ist. Presse- und Meinungsfreiheit sind die Grundlage für seriösen Journalismus und ein Eckpfeiler demokratischer Gesellschaften. In zu vielen Ländern - auch Teilnehmerländern am G20 - laufen kritische Journalisten Gefahr, in ihrer Arbeit behindert oder gar Opfer staatlicher Repression zu werden. Es bedarf eines kontinuierlichen Engagements aller, um Pressefreiheit dauerhaft zu gewährleisten."

Die führenden Chefredakteure zeigen Gesicht

In der Kampagne erscheinen neben Christian Krug die G+J-Chefredakteure Brigitte Huber (Brigitte), Christoph Kucklick (GEO), Philipp Jessen (stern Digital) und Florian Gless (National Geographic und P.M.-Gruppe). Ein weiteres Motiv richtet sich mit der Grundsatzforderung "Für Pressefreiheit weltweit" in 13 Sprachen direkt an die Teilnehmer des G20-Gipfels.

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Vier Kampagnenmotive hängen von diesem Dienstag an für eine Woche im Format von 4,5 x 7 Meter an den Außenwänden des Verlagsgebäudes am Baumwall. Darüber hinaus wird die Kampagne ins Social Web verlängert. Auf einer eigens für die Initiative angelegten Seite unter der Adresse www.fightforourwrite.com stehen alle Motive auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Russisch zum Teilen über Facebook, Twitter, LinkedIn und Google+ bereit.

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