"Krippen-Gipfel" SPD fordert mehr Geld für neue Krippen-Plätze


Angesichts der steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuung in Deutschland hat sich die SPD für einen Krippen-Gipfel ausgesprochen. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Caren Marks, forderte außerdem, dass die Kommunen mit der Finanzierung nicht alleine gelassen werden dürften.

Die SPD hat von der Bundesregierung mehr Geld und mehr Anstrengungen für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung verlangt. "Der Bund sollte mehr Geld in den Krippen-Ausbau stecken", sagte die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Caren Marks, der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" vom Dienstag. Die Kommunen dürften mit der Finanzierung nicht alleine gelassen werden. Nötig sei ein nationaler Bildungspakt, "eine Art Krippen-Gipfel", fügte Marks hinzu. Dabei sollten sich Bund, Länder und Kommunen darauf verständigen, wie die Investitionen in frühkindliche Bildung gesteigert werden könnten.

Laut einer am Montag vorgelegten Studie der Bertelsmann-Stiftung besuchte vergangenes Jahr durchschnittlich jeder fünfte Einjährige eine Betreuungseinrichtung, bei den Zweijährigen waren es fast 40 Prozent. Diese Zahlen nährten den Zweifel daran, ob die beschlossenen Ausbaupläne ausreichend sind. Bislang hatten Bund, Ländern und Kommunen vereinbart, bis 2013 für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Angebot zu schaffen. Zugleich soll es dann einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung geben, sobald ein Kind ein Jahr alt ist.

APN/AFP

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