Nach der Flut "Wir packen das hier wieder" – Wie eine Kleinstadt der Hochwasserkatastrophe trotzt

Günther Portz vor den Trümmern seiner Existenz
Günter Portz vor den Trümmern seiner Existenz
© Max Arens / Stern (print)
Die Eifelperle Bad Münstereifel, vor Jahren zum Outlet-Center umfunktioniert, wurde vom Hochwasser schwer heimgesucht. Dennoch kehrt Zuversicht in die mittelalterliche Stadt zurück. Die Einwohner wollen künftig vieles anders machen – und besser.

Bad Münstereifel, Tag sechs nach der Jahrhundertflut. Günter Portz, 68, sitzt in seinem "Printenhaus Café“ und blickt nachdenklich durchs Fenster nach draußen. Was heißt Fenster? Die riesige Scheibe ist herausgebrochen, "sie war 4,7 Zentimeter dick, wie Panzerglas“, sagt der Bäcker.

Günter Portz, 68, verlor innerhalb von zwei Stunden seine Immobilien und Cafés
Günter Portz, 68, verlor innerhalb von zwei Stunden seine Immobilien und Cafés
© Max Arens / Stern (print)

Die Erft, die einst malerisch an seinem Lokal vorbeiplätscherte, hat sie mitgerissen – und gleich auch die gesamte Inneneinrichtung. "Sogar die sechs Zentner schwere Kuchentheke aus Granit ist verschwunden.“ Unter der kleinen Natursteinbrücke, keine fünf Meter von ihm entfernt, wo früher seine Außentische mit den Sonnenschirmen standen, klemmt ein zerquetschtes Auto. Man kann nicht einmal mehr erkennen, welche Marke es ist.

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