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Berlin: AfD spricht mit Bundespräsident Steinmeier - aber offenbar nur wenige Minuten

Zwei Monate nach der Bundestagswahl läuft in Berlin die Suche nach einer Regierung weiter. Am Donnerstag empfing Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die AfD zu Gesprächen. Nach einer Viertelstunde war offenbar alles gesagt.

Alexander Gauland von der AfD war mit Alice Weidel bei Bundespräsident Steinmeier zu Gast

Alexander Gauland von der AfD war mit Alice Weidel bei Bundespräsident Steinmeier zu Gast

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Rahmen seiner Gespräche über die Regierungsbildung am Donnerstagabend auch die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel zu einem kurzen Besuch empfangen. Es sei klar, dass eine Regierungsbeteiligung für die AfD frühestens 2021 in Betracht komme, sagte Weidel nach dem Treffen, das laut Gauland nur eine Viertelstunde dauerte.

Auch die Tolerierung einer Minderheitsregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss Gauland aus. Er sagte, die AfD sei nun eine im Bundestag vertretene Partei. Daher sei es "wichtig, dass wir dabei sind", wenn der Bundespräsident Gespräche über die Aussichten für eine Regierungsbildung führe.

AfD: Werden vernünftige Vorschläge nicht ablehnen

Sie hätten Steinmeier gesagt, dass die AfD im Bundestag "Vorschläge, von wem auch immer, die vernünftig sind, nicht von vorneherein ablehnen" werde, fügte er hinzu. So habe es seine Partei auch schon bei der Abstimmung über die Verlängerung der aktuellen Mandate für die Auslandseinsätze der Bundeswehr gehandhabt.

pg / DPA