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Allensbach-Umfrage: Deutsche sehen wachsende soziale Ungerechtigkeit

Wie eine Allensbach-Umfrage zeigt, findet die Mehrheit der Deutschen die Verteilung von Besitz und Einkommen ungerecht. Ausschlaggebend dafür seien ungleiche Bildungschancen im Kindesalter.

Die Deutschen haben das Gefühl, dass die soziale Gerechtigkeit schwindet. Das geht aus einer Umfrage für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor, über die die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete. Laut der Befragung durch das Institut Allensbach finden 64 Prozent, dass die soziale Gerechtigkeit in den vergangenen vier Jahren abgenommen hat. Als Hauptgrund dafür werden ungleiche Startchancen schon für Kinder genannt.

INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr sagte dem Blatt: "Für 90 Prozent ist das Ziel, allen Kindern gleiche Bildungschancen zu geben, ausschlaggebend für soziale Gerechtigkeit." Gefordert werden laut der Umfrage eine bessere frühkindliche Förderung, aber auch eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 70 Prozent fordern, dass Schüler besser auf das Berufsleben vorbereitet werden müssen.

Pellengahr und die Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher wollen die Ergebnisse der Umfrage am Donnerstag in Berlin vorstellen. Die Studie befasst sich den Angaben zufolge mit den verschiedensten Aspekten von Gerechtigkeit aus Sicht der Bevölkerung.

fle/AFP / AFP