Auslandseinsätze Bundeswehr stößt an ihre Grenzen


Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe spricht im Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit der Bundeswehr von besorgniserregenden Engpässen. Dies müsse bei einem Einsatz im Libanon unbedingt berücksichtigt werden.

Die Bundeswehr ist nach Auffassung des Wehrbeauftragten Reinhold Robbe in einigen Bereichen mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. "Gerade bei den Spezialisten stoßen wir heute bereits personell und finanziell an die Grenzen des Machbaren", sagte der SPD-Politiker der "Passauer Neuen Presse".

Die Bundeswehr leiste bereits Unterstützung im humanitären Bereich, schon jetzt fehlten Transall-Transportflugzeuge in anderen Einsätzen. "Auch im Sanitätsbereich stößt die Bundeswehr an Grenzen", sagte Robbe. Das alles müsse bei einem Einsatz der Bundeswehr im Libanon bedacht werden. Er werde "sehr genau darauf achten, ob bei dem Einsatz die sanitätsärztliche Versorgung gewährleistet werden kann", wird Robbe zitiert.

Robbe fordert schnelle Entscheidung

Schon in seinem Jahresbericht 2005 an den Bundestag hatte Robbe eine Umorganisation der Bundeswehrkrankenhäuser gefordert, um die "besorgniserregenden Personalengpässe" anzugehen. In dem Bericht hatte er bereits gewarnt, dass die Bundeswehr an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoße.

Nun forderte Robbe die Bundesregierung außerdem zu einer schnellen Entscheidung über Art und Umfang des geplanten Einsatzes im Libanon auf. "Die Soldaten wünschen sich kein langes Hin und Her, sondern klare Vorgaben. Die Truppe erwartet schnell eine klare Ansage. Am Montag soll das Kabinett entscheiden."

Reuters/son Reuters

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