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Baden-Württemberg: CDU schockiert über Teebrillen-Oettinger

Erst auf, dann unter dem Tisch: Auf einer Feier in Brüssel hat sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger gut amüsiert. Ein peinliches Foto des alkoholisierten CDU-Politikers sorgt jetzt für erhebliche Unruhe im Südwesten.

Von Hans-Peter Schütz

Die baden-württembergische CDU ist geschockt über ein Foto, das Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) bei einem Gelage in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg zeigen. "Das ist doch absolut peinlich für unser Land", kommentierte ein Mitglied der Führung der Südwest-CDU ein Bild, das am Sonntag von "Bild am Sonntag" veröffentlicht worden ist.

Es entstand Ende Januar in Brüssel: Oettinger war in Begleitung von Journalisten aus Baden-Württemberg dorthin gereist. Auf dem Foto ist Oettinger an einem mit Weinflaschen und Biergläsern völlig überladenen Tisch zu sehen. Auf den Augen trägt er zwei Teesiebe als Brille. Im Hintergrund drängt sich eine Schwarzwälder Folklore-Gruppe.

Bei dem Fest handelte es sich um den Neujahrsempfang der Brüsseler Vertretung des Landes, an der auch die Pforzheimer "Schmuckkönigin" Elena Boldyrewa teilnahm. Von der EU-Prominenz war auch EU-Kommissar Günther Verheugen anwesend. Der Empfang war von Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordschwarzwald gesponsert, die den Gästen unter anderem "Steinpilzmaultäschle mit Linsenfüllung" servieren ließ.

"Ins Bett getragen worden"

stern.de sprach mit Augenzeugen des Abends, darunter einem Mitglied der Pressedelegation, die Oettinger nach Brüssel begleitete. Zunächst sei der Abend in "gesitteten Bahnen verlaufen." Später lief er nach überreichlichem Alkoholgenuss aus dem Ruder. Das Foto mit Oettinger entstand etwa ein halbe Stunde nach Mitternacht. Etwas später habe sich der Ministerpräsident zunächst auf den Tisch bemüht, danach samt Teebrille auch unter den Tisch.

Von dort sei er später "mehr oder weniger ins Bett getragen worden". Wie es weiter heißt, waren dem Leiter der Brüsseler Vertretung des Bundeslandes die Vorgänge überaus peinlich. Wie wenig später in Berliner CDU-Kreisen aus Baden-Württemberg kolportiert wurde, sei von der Vertretung um äußerste Diskretion über den Verlauf des Abends gebeten worden. Dennoch verbreitete die Fotografin Nicole Biesinger auf der Homepage des CDU-Abgeordneten Thomas Blenke einen längeren Bericht über die Party - allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, da sie alkoholbedingt aus dem Ruder lief. Gegenüber stern.de räumte sie ein, bis morgens um halb vier Uhr fotografiert zu haben. Die dabei entstandenen Bilder von Oettinger halte sie jedoch unter Verschluss, um dem Ministerpräsidenten nicht zu schaden.

Der Südwest-CDU droht überdies jetzt die öffentliche Präsentation weiterer schmutziger Wäsche. Für den Fall, dass Oettinger stürzt, werden bereits angeblich delikate Fehltritte über einen seiner potentiellen Nachfolger in Umlauf gebracht. In der CDU-Führung heißt es daher: "Lieber ein Ende mit Schrecken..."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.