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Kältehilfe: Berliner Clubs öffnen im Winter erstmals ihre Türen für Obdachlose

Jeden Winter fallen in deutschen Städten Menschen der Winterkälte zum Opfer. Zwei Berliner Clubs wollen deshalb nun helfen – indem sie ihre Räumlichkeiten als Unterkünfte für Obdachlose anbieten.

Ein Mann übernachtet in einer Winternacht bei Minusgraden an einer Bushaltestelle in Berlin-Schöneberg (Archivbild)

Ein Mann übernachtet in einer Winternacht bei Minusgraden an einer Bushaltestelle in Berlin-Schöneberg (Archivbild)

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Tausende Menschen leben in Berlin auf der Straße. Wenn die Temperaturen unter null Grad Celsius fallen wird für sie jede Nacht ein Kampf ums Überleben. Um den Obdachlosen zu helfen und eine sichere und warme Unterkunft in der kalten Jahreszeit zu gewährleisten wollen nun zwei Berliner Clubs erstmals ihr Räume als Nachtcafé mit Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Darüber berichtete die "BZ" am Dienstag. Demnach sollen im Januar und Februar Menschen im "Astra Kulturhaus" in Friedrichshain und im Kreuzberger "Bi Nuu" schlafen. Ähnliche Aktionen hatte es in den vergangenen Jahren schon in anderen deutschen Städten gegeben.

Clubs organisieren gemeinsam mit der Kältehilfe Schlafplätze

"Zusammen mit der Kältehilfe planen wir seit diesem Jahr die Unterbringung", bestätigt Björn Wedel, der Booking-Manager der beiden Clubs auf Anfrage des stern. Es gebe zwar noch keine feststehenden Tage, angedacht seien aber die Montage und Dienstage. Die Idee dazu sei von der Geschäftsführung gekommen. "Grund dafür war die letztjährige Lage und der kalte Winter", so Wedel zu dem Vorhaben. "Wir wollten damals schon auf eigene Faust unsere Clubs öffnen, haben aber dann schnell gemerkt, dass dies nicht so einfach ist." Deshalb hätten sie Kontakt zur Kältehilfe aufgenommen, die sich über das Angebot sehr gefreut habe. Auch im Sommer seien laut Wedel mehrere Aktionen für Menschen ohne Wohnung in Berlin geplant.

In Berlin sei es mittlerweile extrem schwierig, Immobilien für Notübernachtungen im Winter zu finden, sagte Robert Veltmann, Geschäftsführer des sozialen Trägers Gebewo, der unter anderem Wohnungsnotfallhilfe bietet, der Deutschen Presseagentur (dpa). "Früher haben Clubs manchmal Geld für uns gesammelt. Solch aktive Hilfe ist neu." Zur Zeit gebe es in der Hauptstadt rund 920 Notschlafplätze pro Nacht. Das Angebot soll in den kalten Wintermonaten auf über 1000 ansteigen. 

"Ein leerstehender Supermarkt nutzt uns nichts"

Voraussetzung für solche Angebote wie von den Clubs seien eine ausreichende Anzahl an Toiletten, Strom, Wärme und Licht, sagte Veltmann. "Ein leerstehender Supermarkt nützt uns nichts." Schlafen sollen die Obdachlosen in den beiden Clubs auf aufgestellten Feldbetten. Platz sei für 25 Männer und 15 Frauen.

Diese Woche werden die Clubs laut Wedel die finalen Termine bestimmen. "Und dann geht's auch richtig los."

Quellen: BZ, DPA

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she/dpa
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