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Bielefeld: Jesiden-Demonstration beginnt friedlich

Rund 700 Jesiden demonstrieren in Bielefeld gegen die aggressive Verfolgung durch die Terrororganisation Islamischer Staat, gut 9000 Prostestler sollen noch dazukommen. Bisher ist alles friedlich.

Die bundesweite Demonstration von Jesiden gegen die Gräuel der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Bielefeld hat am Samstagmittag friedlich begonnen.

Etwa 700 Demonstranten seien bisher anwesend, viele weitere unterwegs zu einer Bielefelder Radrennbahn, sagte eine Polizeisprecherin am Mittag. Dort sollte die Veranstaltung mit einer Kundgebung um 14.00 Uhr beginnen. Es gebe keine Hinweise auf Störungen. Die Veranstalter erwarten insgesamt um die 10.000 Teilnehmer.

Am Mittwoch waren Jesiden in dem wenige Kilometer von Bielefeld gelegenen Herford angegriffen worden. Sie hatten ein Plakat mit einem Demonstrationsaufruf gegen die Verfolgung der Jesiden im Irak in ein Schaufenster geklebt. Daraufhin wurden sie von mehreren Männern angegriffen, die meisten von ihnen stammten aus Tschetschenien.

Laschet warnt davor, Ausschreitungen als harmlos abzutun

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet warnte davor, Ausschreitungen am Rande von Jesiden-Demonstrationen in Deutschland als harmlos abzutun. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen seien nicht nur emotionale Ausbrüche gewesen, sagte der frühere NRW-Integrationsminister am Samstag im WDR 5 Morgenecho. Vielmehr sei es um Gewalt gegangen, die nicht geduldet werden dürften.

mod/DPA / DPA
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