HOME

Bundespräsidenten-Nachfolge: Böhrnsen will überparteilichen Kandidaten

Der kommissarische Bundespräsident, der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), hat sich erstmals in die Debatte um die Nachfolge für Horst Köhler eingeschaltet und sich für einen überparteilichen Kandidaten ausgesprochen.

Der kommissarische Bundespräsident, der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), hat sich erstmals in die Debatte um die Nachfolge für Horst Köhler eingeschaltet und sich für einen überparteilichen Kandidaten ausgesprochen. Böhrnsen sagte dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwoch-Ausgabe): "Warum sollten wir nicht versuchen, jenseits parteipolitischer Zuordnung eine geeignete Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden?" Er verlangte, das Amt des Bundespräsidenten solle nicht ein Ergebnis parteipolitischer Festlegungen sein.

Böhrnsen räumte ein, noch keine konkreten Vorstellungen über seine Amtsführung bis zur Wahl des Bundespräsidenten am 30. Juni zu haben. "Niemand hat eine Vorstellung davon, was eigentlich geschieht, wenn ein Bundespräsident zurücktritt. Auch ich muss mich darin einfinden", sagte er. Böhrnsen versicherte zugleich: "Ich werde die Verantwortung, die mit dieser Stellvertretung verbunden ist, sehr ernst nehmen. Das Amt des Bundespräsidenten muss handlungsfähig bleiben."

AFP / AFP