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Bundestagswahl Überraschende Umfrageergebnisse: So haben junge Menschen gewählt

Eine junge Frau der Generation Z steht mit einem Megaphon auf der Straße.
Den Umfrageergebnissen von Infratest dimap zufolge ist eines klar: Union und SPD sind unter den Jungwählern nicht die Wahlsieger (Symbolbild)
© getty images
Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge liegen SPD und Union Kopf an Kopf. Umfragen zufolge denken da junge Menschen ganz anders.

Die SPD wird stärkste Kraft im nächsten Bundestag, dicht gefolgt von der Union. Ginge es nach den jungen Wählern, sähe das allerdings ganz anders aus, wie Umfrageergebnisse des Wahlforschungsinstituts "Infratest Dimap" belegen, die die "Tagesschau" online am Wahlabend veröffentlichte.

Die meisten Erstwähler sind liberal

Die womöglich größte Überraschung zuerst: Unter Erstwählern sind es den Umfragen zufolge nicht die Grünen, die am besten abschneiden – sondern es ist die FDP. 23 Prozent sollen für die Liberalen gestimmt haben. Direkt darauf folgen die Grünen mit 22 Prozent. (Am Morgen glichen die Balken sich an: FDP und Grüne kommen auf rund 23 Prozent, aber weiter mit leichten Vorteilen bei der FDP). Auf dem dritten Platz landet die SPD mit 15 Prozent, die Union schafft es mit zehn Prozent nicht mehr auf das Siegertreppchen.

Diese Stimmverteilung machte offenbar auch den FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle stolz:

Erweitert man den Altershorizont auf Jungwähler zwischen 18 und 24 Jahren, liegen Grüne und FDP mit jeweils 22 Prozent gleichauf. Beide Parteien haben eines gemeinsam: Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 haben sie unter jungen Menschen offenbar ordentlich an Beliebtheit gewonnen. Grüne und FDP konnten in dieser Altersgruppe ganze neun bzw. zehn Punkte zulegen. Größte Verliererin in der jungen Wählerschaft ist die Union: Im Vergleich zur letzten Wahl hat sie unter den 18- bis 24-Jährigen 14 Prozentpunkte an Zustimmung verloren.

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Union verliert in jeder Altersgruppe an Boden

Unter den älteren Wählern zeichnet sich erwartungsgemäß ein gegensätzliches – und klareres – Bild ab. 39 Prozent der über-70-Jährigen stimmten für die Unionsparteien, 34 Prozent für die SPD. Die übrigen Parteien sind weit abgeschlagen: Hier reichen der FDP gerade einmal acht Prozent für Platz drei.

Über den größten Zuwachs in dieser Altersgruppe kann sich die SPD freuen, die im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 unter dieser Wählerschaft neun Prozentpunkte gutmachen konnte. Übrigens: Nur die Union und die Linken haben in jeder Altersgruppe an Beliebtheit eingebüßt. Die Grünen wiederum haben mehr Deutsche jeden Alters für von sich überzeugen können.

Quelle: "Tagesschau"

yks

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