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Bundeswehr im Irak: Wehrbeauftragter: Marode Technik gefährdet Einsätze

Der Wehrbeauftragte des Bundestags fürchtet um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Die technischen Probleme beim Flug in den Nordirak zeigten: Das deutsche Militär sei nicht gut vorbereitet.

Die ersten Waffenausbilder der Bundeswehr für die Kurden im Nordirak sind vom Nato-Flugplatz Hohn abgeflogen

Die ersten Waffenausbilder der Bundeswehr für die Kurden im Nordirak sind vom Nato-Flugplatz Hohn abgeflogen

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus, hat die technischen Probleme bei der Bundeswehr kritisiert. Die Bundeswehr sei nicht hinreichend auf neue Herausforderungen wie die jüngsten Auslands-Einsätze vorbereitet, sagte Königshaus am Donnerstag. So mangele es an Ersatzteilen. Insbesondere in den Bereichen, in denen die Bundesregierung immer wieder Zusagen mache, wie etwa dem Lufttransport, sei ein "großer Belastungsfaktor" erreicht, beklagte Königshaus im rbb-Inforadio.

Mängel an Fahrzeugen, Hubschraubern und Flugzeugen schränken die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr laut einer am Vortag bekanntgewordenen Liste, über die mehrere Medien berichteten, teils stark ein. Jüngstes Beispiel ist der Fall der Bundeswehrausbilder, die in den Nordirak wollten. Sie starteten in der vergangenen Woche wegen eines Defekts ihres Flugzeugs verspätet mit einer Ersatzmaschine und sitzen nun seit Tagen in Bulgarien fest, weil auch diese kaputt ist.

Über den Jahresbericht 2013 des Wehrbeauftragten sollte am Donnerstag abschließend im Bundestag beraten werden.

Röttgen kritisiert technische Probleme

Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), sieht Handlungsbedarf. Zusagen, die politisch gemacht werden, müssten auch technisch gut umgesetzt werden, forderte Röttgen am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Die Bundesrepublik Deutschland ist politisch absolut zuverlässig", ergänzte er. Die technischen Probleme seien ein anderes Themen. "Entscheidend ist die politische Zuverlässigkeit und die anderen Dinge müssen besser werden."