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Umstrittener Rechtsaußen-Politiker Bosbach unterstützt Maaßen im Wahlkampf: "Ausmaß an Häme und Hetze nicht vorstellbar"

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"Und dieses Ausmaß an Häme und Hetze, diese Beleidigungen, diese Bedrohungen, die ich in den letzten 48 Stunden erlebt habe, habe ich mir im 70. Lebensjahr niemals vorstellen können. Bis jetzt habe ich immer noch gedacht, die Bundesrepublik Deutschland ist ein Land, indem man trotz politischer Unterschiede zivilisiert miteinander umgehen kann. Aber in diesem Ausmaß an Hetze und Häme, tut mir leid, das war's." Unter anderen hatte SPD-Politiker Karl Lauterbach den langjährigen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach heftig für seine Unterstützung von Hans-Georg Maaßen im Wahlkampf in Thüringen kritisiert. Maaßen, der von der südthüringischen CDU gegen den Willen der Bundesspitze als Direktkandidat nominiert worden war, stand in der Vergangenheit immer wieder für politische Äußerungen in der Kritik. Zuletzt hatte er Anfang Juli Journalisten des NDR in die Nähe von Linksextremisten gerückt und einen Untersuchungsausschuss gefordert. Auch eine nicht ausreichende Abgrenzung gegenüber der AfD wurde Maaßen in der Vergangenheit vorgeworfen. Auf der Veranstaltung in Zella-Mehlis sagte Maaßen: "Die AfD ist aus meiner Sicht keine Alternative. Schon allein deshalb, weil sie aus meiner Sicht ewig Oppositionspartei sein wird. Die Partei, die auch in der nächsten Legislatur hoffentlich mit ihrer Unterstützung, die Regierung formen und stellen wird, wird die Christlich Demokratische Union sein. Aus diesem Grunde ist es notwendig, wenn wir Politik gestalten und verändern wollen. Dass wir in der CDU wirken, dass wir die CDU auf den richtigen Kurs bringen." Bosbach sagte, er sei von drei CDU-Kreisverbänden eingeladen worden. Noch nie in seinem Leben habe er in 49 Jahren Politik, davon 23 Jahre im Bundestag, die Einladung eines CDU-Kreisverbandes ausgeschlagen, nur weil ihm der Kandidat nicht gepasst habe, so Bosbach. Maaßen war von 2012 bis zu seiner Versetzung in den einstweiligen Ruhestand im November 2018 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Jetzt will er in den Bundestag.
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Der Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach wird heftig für seine Unterstützung von Hans-Georg Maaßen im Wahlkampf in Thüringen kritisiert. Bosbach entgegnet, er habe noch nie eine Einladung eines CDU-Kreisverbanden ausgeschlagen, nur weil ihm der Kandidat nicht gepasst habe.

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