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Falsche Deutschlandkarte der DDeF: Pegida-Ableger schlägt Schleswig-Holstein den Dänen zu

Der Pegida-Ableger DDeF hat sich auf seinem Logo mit Deutschlandkarte einen Fehler erlaubt: Schleswig-Holstein fehlt einfach. Steckt dahinter eine politische Botschaft?

Wo ist Schleswig-Holstein geblieben? Das nördlichste Bundesland fehlt auf dem Logo des neuen, islamkritischen Bündnisses von Ex-Pegida-Frau Katrin Oertel. Oder steckt da politische Absicht dahinter?

Wo ist Schleswig-Holstein geblieben? Das nördlichste Bundesland fehlt auf dem Logo des neuen, islamkritischen Bündnisses von Ex-Pegida-Frau Katrin Oertel. Oder steckt da politische Absicht dahinter?

Für alle Schleswig-Holsteiner gibt es eine interessante Nachricht. Sollte Katrin Oertel mit ihrem Pegida-Ableger "Direkte Demokratie für Europa" (DDfE) in naher oder ferner Zukunft die Herrschaft in Deutschland übernehmen, dann wäre das schöne Land zwischen den zwei Meeren kein Teil Deutschlands mehr. Die Schleswig-Holsteiner müssten sich nicht mit Oertel und ihren politischen Zielen herumschlagen. Stattdessen würde das nördlichste Bundesland wohl Dänemark zugeschlagen werden. Sie halten das für eine Spinnerei? Dann werfen sie mal einen Blick auf das Logo von DDfE. Dort ist ein blaues Europa zu sehen, darauf hell abgesetzt eine Deutschlandkarte - ohne das nördlichste Bundesland. Das ist auf der Karte so blau wie Dänemark.

Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht. Die Dänen sind ein freundliches Volk. Mit der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein gab es nie Probleme, und mit der deutschen Minderheit in Dänemark ist es genauso, auch wenn sie stark anwachsen würde. Für die deutschen Migranten hätte das sogar Vorteile. Unsere nördlichen Nachbarn stehen auf dem Wohlstandsindex des Legatum-Instituts in England auf dem zweiten Platz, während Deutschland nur auf Rang 14 kommt. Und die Hauptstadt Kopenhagen gilt als die Stadt mit der größten Lebensqualität weltweit.

Die Schleswig-Holsteiner dürften also im Falle einer Machtübernahme Oertels weltoffen und bunt bleiben, während der große Rest von Deutschland die Grenzen dicht machen muss. Aber wie es aussieht, wird es wohl nicht so weit kommen. Die erste Demo des Pegida-Ablegers DDfE in Dresden war ein Rohrkrepierer. Statt der angepeilten 5000 kamen lediglich 500 Menschen am Sonntag in Dresden zusammen. Vielleicht lag das ja auch an dem falschen Logo. Wer will schon auf Schleswig-Holstein verzichten?

Tim Schulze
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