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Forsa-Politumfrage: FDP verliert, Union gewinnt

FDP verliert, Union gewinnt – Nur 20 Prozent kannten Köhler

Hamburg - Nach dem Gerangel um den Kandidaten von CDU/CSU und FDP für das Amt des Bundespräsidenten hat die FDP stark verloren, die Union dagegen in der Wählergunst gewonnen. In der wöchentlichen Politumfrage von stern und RTL kommt die Union auf 49 Prozent, zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Die Liberalen büßten zwei Punkte ein und erreichen nur noch sechs Prozent. Die SPD bleibt weiter im Tief: Sie verlor einen Punkt und liegt bei 25 Prozent. Unverändert blieben die Werte für die Grünen (12 Prozent) und die PDS (4 Prozent).

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hält das Amt des Bundespräsidenten für sinnvoll. In einer Forsa-Umfrage für den stern sprachen sich 73 Prozent der Bundesbürger dafür aus, das Amt des Staatsoberhaupts beizubehalten. 23 Prozent dagegen meinten, Deutschland könne darauf verzichten, das Amt solle abgeschafft werden. Vier Prozent waren unentschieden.

Für eine Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk plädierten in der Umfrage 74 Prozent der Deutschen. Gegen eine Direktwahl waren 22 Prozent. Vier Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Der von Union und FDP als Rau-Nachfolger vorgeschlagene Horst Köhler war am vorigen Donnerstag, dem Tag seiner Nominierung, nur 20 Prozent der Deutschen bekannt. 34 halten ihn nach der stern-Umfrage als geeignet für das Amt, 54 Prozent trauten sich kein Urteil über den Kandidaten zu.

Datenbasis für die Parteienpräferenz: 2514 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zwischen dem 1. und 5. März. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Auftraggeber:stern und RTL. Datenbasis für die Bundespräsidenten-Fragen: 1005 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 4. März, Fehlertoleranz +/- drei Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle jeweils: Forsa.