Forsa-Umfrage Homosexualität von Politikern beeinflusst Ältere bei Wahlen


Homosexualität eines Politikers hat für ältere Deutsche Einfluss auf Wahlentscheidung - 85 Prozent gegen Blockadepolitik der Union

Hamburg - Für die überwältigende Mehrheit der Deutschen spielt die sexuelle Orientierung eines Politikers bei ihrer Wahlentscheidung keine Rolle. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von stern und RTL. Nur zehn Prozent der Bundesbürger würden danach einen Spitzenpolitiker, der ihnen politisch nahesteht, aufgrund seiner Homosexualität nicht wählen. Für 89 Prozent der Deutschen hat die Homosexualität eines Politikers dagegen keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung. Allerdings würden 26 Prozent der über 60-Jährigen keinen homosexuellen Politiker wählen. Nur drei Prozent der 30- bis 44-Jährigen und vier Prozent der 45- bis 59-Jährigen würden nicht für einen homosexuellen Kandidaten stimmen. In der Generation der unter 30-Jährigen würden sieben Prozent einen homosexuellen Politiker nicht wählen.

Die Blockade-Haltung von CDU und CSU stößt in der Bevölkerung auf großes Unverständnis. Nach einer stern-Umfrage fordern 85 Prozent der Deutschen angesichts der Reformvorhaben eine Einigung der Union mit der Regierung. Nur neun Prozent der Befragten halten die Blockade für richtig. Sechs Prozent antworteten mit "Weiß nicht".

Trotz ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Reformplänen der Regierung kann die Union in der wöchentlichen Wahlumfrage von stern und RTL hinzu gewinnen. Im Vergleich zur Vorwoche steigt sie um einen Punkt auf 44 Prozent. Die FDP sinkt um einen Punkt auf sieben Prozent. Mit 30 bzw. elf Prozent bleiben die Umfragewerte von SPD und Grünen unverändert. Die PDS stagniert bei vier Prozent.

Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte Forsa im Auftrag des stern und RTL zwischen dem 18. und dem 22. August 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen +/-2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für übrigen Fragen: 1005 Befragte am 21. und 22. August, statistische Fehlerquote+/- drei Prozent.

Nachrichtenredaktion

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