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Gerhard Schröder: Rückzug bei der IG Bergbau

Auf einem Gewerkschaftskongress hat Gerhard Schröder direkt ausgesprochen, was seit Tagen kolportiert wurde: Dass er sich nach sieben Jahren als Kanzler aus dem Amt zurückziehen werde.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach sieben Jahren im Amt endgültig seinen Rückzug aus der Regierungsverantwortung erklärt. "Ich werde der nächsten Bundesregierung nicht angehören. Definitiv nicht angehören", sagte er am Mittwoch beim Kongress der Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) in Hannover. Sichtlich bewegt nahm er den großen Beifall der Delegierten entgegen.

Als zentrale Aufgabe der kommenden Bundesregierung nannte Schröder die "Modernisierung in Deutschland mit sozialer Sicherheit". "Ich will sie wirklich unterstützen mit allen Kräften, die ich habe. Und das ist jetzt nicht als Drohung gemeint." Er betrachte es als Aufgabe seiner Partei, dafür zu sorgen, dass eine große Koalition mit der Union Erfolg habe. Die SPD müsse klar machen, dass das ökologische Erbe der amtierenden Regierung bei den Sozialdemokraten am besten aufgehoben sei.

Tarifautonomie und Mitbestimmung gehörten zu Kernelementen, sagte Schröder. Die Wähler hätten den Kurs der Reform-Agenda 2010 bestätigt, nach dem Veränderungen mit sozialem Zusammenhalt verknüpft würden. "Die Menschen wollen nicht die totale Entstaatlichung."

DPA / DPA