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Umstrittener Unkrautvernichter: Glyphosat: Das steckt hinter dem Gift und seiner Verwendung

Fünf weitere Jahre ist der Unkrautvernichter Glyphosat in der EU zugelassen. Wo das Mittel ausgebracht wird, wächst kein Gras mehr.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist Gegenstand heißer Diskussionen.

Glyphosat ist ein sogenanntes Total-Herbizid, es wirkt auf alle grünen Pflanzen. Der blockiert ein Enzym, das Pflanzen zur Herstellung lebenswichtiger Aminosäuren brauchen, das aber auch in Pilzen und Mikroorganismen vorkommt.

Wo Glyphosat ausgebracht wird, wächst kein mehr - auch kein Kraut, Strauch oder Moos. Ackerflächen können so vor oder kurz nach der Aussaat und nochmals nach der Ernte unkrautfrei gemacht werden.

Glyphosat: Seit den 70ern zugelassen

Glyphosat wird auf rund 400 Millionen Hektar überwiegend landwirtschaftlich genutzter Flächen eingesetzt, berichtete das Marktforschungsunternehmen Kleffmann Group. Zum Vergleich: Agrarflächen umfassen in 16,7 Millionen Hektar.

Der vom US-Konzern Monsanto entwickelte Wirkstoff wurde 1974 erstmals zugelassen. Im Jahr 2000 lief das Patent aus, seither werden Glyphosat-haltige Produkte auch von anderen Herstellern angeboten. Verkauft werden jährlich rund 850 000 Tonnen solcher Mittel, in Deutschland sind es etwa 5000 Tonnen. 

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist Gegenstand heißer Diskussionen.
pg / DPA
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