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Helmut Schmidt bei "Beckmann": Westerwelle ist ein "Meister der Wichtigtuerei"

Altkanzler Helmut Schmidt hat Guido Westerwelle wegen dessen Attacken gegen angeblich arbeitsunwillige Hartz-IV-Bezieher öffentlich abgekanzelt. Der FDP-Vorsitzende und Außenminister sei "ein Meister der Wichtigtuerei", sagte Schmidt in der ARD-Sendung "Beckmann".

Altkanzler Helmut Schmidt hat Guido Westerwelle wegen dessen Attacken gegen angeblich arbeitsunwillige Hartz-IV-Bezieher öffentlich abgekanzelt. Der FDP-Vorsitzende und Außenminister sei "ein Meister der Wichtigtuerei", sagte Schmidt in der ARD-Sendung "Beckmann", die am Montagabend ausgestrahlt wurde. Westerwelle irre, wenn er von "anstrengungslosem Wohlstand" und "spätrömischer Dekadenz" spreche.

Schmidt sagte: "Es gibt niemanden, der dem Volk Wohlstand versprochen hat, ohne dass man dafür arbeiten muss. Er redet gegen jemanden, den es gar nicht gibt."

Zugleich sagte Schmidt, dass sich die Deutschen auf gravierende Änderungen einstellen müssten. Als Beispiel nannte er unter anderem eine längere Lebensarbeitszeit. Allerdings sei das Solidaritätsprinzip unverzichtbar: "Ich gehe so weit zu sagen, dass der Wohlfahrtsstaat die größte kulturelle Leistung ist neben vielen Minusleistungen und Verbrechen, die die Europäer im Laufe des 20. Jahrhunderts zustande gebracht haben."

APN / APN