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Kurioser Facebook-Post: Pokémon-Go-Hype: SPD-Politiker "findet Glurak vor Geschäftstelle"

In Sachsen-Anhalt ist die SPD nur vierte Kraft. Da lässt sich der Abgeordnete Andreas Schmidt schon mal was einfallen, um jüngere Wählerschichten zu erreichen. So geht er auf Pokémonjagd - und Stimmenfang.

Der SPD-Politiker aus Sachsen-Anhalt Andreas Schmidt

SPD-Mann Andreas Schmidt postete bei Facebook, dass er "ein Glurak vor der SPD-Regional-Geschäftsstelle gefunden" hat

Der Politiker hat "ein Glurak vor der SPD-Regional-Geschäftsstelle gefunden". So zumindest postete es der Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt auf Facebook. Was nicht wenige mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zurücklassen dürfte, ist an eine spezielle Klientel gerichtet: Pokémon-Fans. Schmidt spielt offenbar die neue App Pokémon Go, die in kürzester Zeit einen Riesenhype ausgelöst hat. Auch Ihnen könnten bald schon Menschen begegnen, die mit eingeschaltetem Smartphone durch Parks, Fußgängerzonen oder über Rathausplätze flitzen und scheinbar Gespenster jagen.

Bei der App geht es darum, Pokémon zu fangen. Das sind japanischen Fabelwesen, die ihren Höhepunkt mit zahlreichen Nintendo-Spielen und animierter TV-Serie um die Jahrtausendwende hatten. Für die App tauchen diese bei eingeschalteter im Handydisplay auf und scheinen quasi in der wirklichen Welt anwesend zu sein. Mit virtuellem Poké-Ball kann man die kleinen Kameraden dann einfangen, um sie dann später in Kämpfen gegen andere antreten zu lassen.

SPD-Politiker Andreas Schmidt jagt Pokémon

Einer dieser Poké-Trainer ist eigenen Angaben zufolge also SPD-Mann Schmidt. Kurioserweise muss er sich die Software über einen Umweg besorgt haben, denn: Offiziell ist die deutsche Version von Pokémon Go noch gar nicht freigeschaltet. Schmidt muss sich das Programm also zum Beispiel über einen US-Account heruntergeladen haben.

Ganz offensichtlich geht der Politiker mit der App aber nicht nur auf Pokémonjagd, sondern auch auf Stimmenfang. Aus gutem Grund: Die in Sachsen-Anhalt steht nicht gut da, wurde bei der letzten Landtagswahl nur vierte Kraft hinter CDU, AfD und der Linken. Lediglich zehn Kollegen sitzen neben Schmidt im Landtag. Nun wirbt er wohl um die jüngere Generation. Neben Kindern und Jugendlichen ist die App nämlich auch bei vielen beliebt, die um die Jahrtausendwende Kind oder Jugendlicher waren.


Amüsierte Kommentare auf Facebook

Auf wird das Posting von den meisten Nutzern amüsiert zur Kenntnis genommen. "Auf und davon alle zur SPD Geschäftsstelle", ist dort etwa zu lesen. Oder auch: "Jetzt noch auf Tinder Koalitionspartner finden". "Endlich macht die SPD wieder Politik nah am Volk!", schreibt ein weiterer. Und: "Ein bisschen Spass muss sein... gut gemacht". Ein Nutzer legt Schmidt nah: "Fang mal lieber das wild gewordene André Poggenburg; danach gerne Body Slam (15-24 AP)."

Bei Pokémon Go muss man zu Beginn übrigens auswählen, in welchem Team man spielen möchte. Es gibt Team Rot, Team Gelb und Team Blau. Wir hätten da einen leisen Verdacht, für was sich der SPD-Mann entschieden hat.


fin