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Integrationsbericht: Arbeitslosigkeit bei Ausländern deutlich höher als bei Deutschen

Trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosenzahlen sind Einwanderer nach wie vor deutlich häufiger arbeitslos als Deutsche. Laut Integrationsbericht der Bundesregierung hat sich ihre Lage sogar verschlechtert.

Einem Zeitungsbericht zufolge sind in Deutschland lebende Ausländer immer noch deutlich häufiger arbeitslos als Deutsche. "Seit nahezu 20 Jahren liegt die Arbeitslosigkeit von Einwanderern mehr als doppelt so hoch wie die der Deutschen", zitieren die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" vorab aus dem neuen Integrationsbericht der Bundesregierung, über den das Kabinett am Mittwoch beraten soll.

Die Lage der Ausländer auf dem Arbeitsmarkt habe sich in den vergangenen Jahren trotz wirtschaftlicher Entspannung relativ gesehen noch verschlechtert, heißt es in dem Bericht der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer weiter.

Demnach war die Arbeitslosenquote von Ausländern im Jahr 2005 2,15 Mal höher als die der Deutschen, im vergangenen Jahr habe sie mit 16,9 Prozent bereits das 2,35-fache betragen. Bei Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund sei die zudem Armutsgefährdungsquote mit 13,8 Prozent im Jahr 2010 mehr als doppelt so hoch gewesen wie bei Erwerbstätigen ohne Migrationshintergrund (6,2 Prozent), zitierten die "Ruhr Nachrichten" weiter aus dem Bericht. Die Quote der ausländischen Schulabbrecher sei mit 12,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die von deutschen Schülern mit 5,4 Prozent.

fle/AFP / AFP