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Hamburger kämpfte für IS "Herzlichen Glückwunsch, Ihr Sohn ist jetzt im Paradies"


Hunderte Islamisten aus Deutschland kämpfen im syrischen Bürgerkrieg. Einer von Ihnen war der Hamburger Ulf R. Nach seinem Tod übermittelten Glaubensbrüder der Mutter persönlich die Todesnachricht.

Der Krieg in Syrien und Irak lockt immer mehr junge Dschihadisten aus ganz Europa an. Etwa 400 junge Radikale sollen allein aus Deutschland nach Syrien gereist sein, um dort für die Errichtung einen islamischen Kalifats zu kämpfen. Rund 130 sind bereits wieder zurückgekehrt - teils desillusioniert oder aber mit der Absicht, in Deutschland Anschläge zu planen.

Es gibt aber auch welche, die bezahlen ihren pervertierten Glauben mit dem Tod. Einer von denen, die nicht wiederkehrten, war Ulf R. aus Hamburg, wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet. Ulf R. soll psychisch labil gewesen sein. Er wird offensichtlich auf dem Weg rekrutiert, der am effektivsten ist: über Freunde. Er ist gerade 18 Jahre alt geworden, als er zum Islam konvertiert. Im Frühjahr 2013 brach er seine Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten drei Wochen vor den Abschlussprüfungen ab und reiste mit seinem besten Freund, einem jungen Muslim, in den "Türkei-Urlaub".

Dort soll der Mann aus Altona ein Ausbildungscamp besucht haben. Trotzdem kehrt er noch einmal vor Weihnachten in die Heimat zurück, um dann endgültig zu verschwinden. Monatelang lebt seine Mutter in Ungewissheit, bis sie vor wenigen Wochen Besuch erhält. Zwei Männer klingeln an ihrer Tür und erzählen, dass ihr Sohn im Kampf gegen die Ungläubigen gefallen sei. Die Worte der Glaubensbrüder: "Herzlichen Glückwunsch, ihr Sohn ist jetzt im Paradies."

tis

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