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Juso-Chef Kevin Kühnert: Mr. #NoGroKo im Rampenlicht: Wie ein 28-Jähriger zu Schulz' Gegenspieler wurde

Erst Ende November trat der 28-Jährige den Posten als Juso-Chef an. Nun steht Kevin Kühnert im Rampenlicht des GroKo-Pokers - als entschiedener Gegner einer Neuauflage und Gegenspieler von SPD-Chef Martin Schulz. Wer ist der Mann?

Kevin Kühnert: Mr. #NoGroKo im Rampenlicht

Juso-Chef Kevin Kühnert, 28, trommelt fleißig gegen die Große Koalition - sein Motto: #NoGroKo

Kevin Kühnert ist ein gefragter Mann in diesen Tagen, reiht Fernsehinterviews aneinander, wird ausgiebig in Zeitungen zitiert. Der Juso-Chef hat bei den Sozialdemokraten die Rolle des obersten Kämpfers gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition angenommen, er ist Mr. #NoGroKo. Der Einfluss des SPD-Nachwuchses in der Partei ist eigentlich eher gering - doch Kühnert artikuliert eine Stimmung, die viele Mitglieder an der Basis teilen.

Beim Widerstand gegen eine erneute Große Koalition ist Kühnert Überzeugungstäter. Auf dem SPD-Parteitag Anfang Dezember trat der 28-jährige Juso-Chef ans Rednerpult und warnte, dass eine Dauerkoalition mit der Union die Existenz der Sozialdemokraten gefährde. Gerade die Jugendorganisation der Partei habe "ein Interesse daran, dass hier noch was übrigbleibt von diesem Laden".

Eine seiner ersten Amtshandlungen: NoGroKo

Kühnert steht erst seit Ende November an der Spitze der Jungsozialisten, der Juso-Parteitag in Saarbrücken wählte den bisherigen Stellvertreter zum Nachfolger von Johanna Uekermann. Der gebürtige Berliner arbeitet neben seinem Studium der Politikwissenschaft für ein Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sitzt er in der Bezirksverordnetenversammlung.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Juso-Chef startete Kühnert eine Unterschriftenaktion gegen die Große Koalition, flankiert von einer Kampagne in den sozialen Medien. Das Trommeln des Parteinachwuchses trug auch dazu bei, dass sich die SPD-Spitze auf einen Sonderparteitag einließ, der dem mit CDU und CSU ausgehandelten Sondierungsergebnis zustimmen muss. Wie die Entscheidung am Sonntag im Bonner World Conference Center ausfällt, ist ungewiss.

Kevin Kühnert, der Gegenspieler von Martin Schulz

Die Wortführerschaft gegen Schwarz-Rot hat den noch im Herbst außerhalb der SPD unbekannten Jungpolitiker auf die große Bühne katapultiert. Im parteiinternen Ringen um die Koalitionsfrage ist er in dieser Woche so etwas wie der Gegenspieler von SPD-Chef Martin Schulz, der mit einer Deutschlandreise gegen die Skepsis in mehreren Landesverbänden ankämpft. Kühnert schaute auf einer "#NoGroKo-Tour" ebenfalls in den Parteigliederungen vorbei.

Am Donnerstag lud der Juso-Chef zu einer Pressekonferenz ins Willy-Brandt-Haus. Der SPD-Nachwuchs habe für seine Haltung "viel Zuspruch" erhalten, sagte Kühnert. "Man findet überhaupt niemanden", der sich für eine große Koalition wirklich begeistern könne. Er sei "sehr optimistisch, dass wir am Sonntag eine echte, eine reale Chance haben, diese Abstimmung zu gewinnen".

Sollte der Parteitag doch für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmen, würde die SPD-Nachwuchsorganisation ihren Kampf gegen eine GroKo-Neuauflage fortsetzen. "Denn an unseren Argumenten ändert sich ja nichts", sagte Kühnert. Die Jusos würden in diesem Fall "alle Kraft darauf verwenden", die SPD-Basis für den geplanten Mitgliederentscheid über das Endergebnis "auf unsere Position zu holen".

Kühnert betonte, dass die SPD-Spitze keinen Druck auf den Parteinachwuchs ausübe. "Es gibt keine Versuche, uns einen Maulkorb zu verpassen", sagte er. Doch das forsche Auftreten des obersten Jungsozialisten stößt durchaus auf Kritik.

"Ja, das kann er ausdrücklich bleiben."

Fraktionschefin Andrea Nahles beklagte in einem Interview mit den Funke-Zeitungen, dass einige in der SPD das Sondierungsergebnis "kleinreden" wollten. Kühnert warf sie persönlich vor, sich "schlichtweg falsch" zu den Rentenplänen zu äußern. Der Juso-Chef konterte selbstbewusst, er sei mit sich "im Reinen", die Rentenpläne der Sondierer seien "kein großer Wurf".

Kühnert wurde von den Journalisten auch nach der Zukunft von Parteichef Schulz gefragt. Ob dieser im Falle einer Niederlage des GroKo-Lagers an der Spitze der SPD bleiben könne. Der Juso-Chef warnte zwar vor Personaldebatten, war um eine Antwort aber nicht verlegen: "Ja, das kann er ausdrücklich bleiben."

fs / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.