HOME

"I love Raute": Lena Meyer-Landrut unterstützt Angela Merkel - der Grund sorgt für Kritik

Lena Meyer-Landrut unterstützt im Wahlkampf die Kanzlerin. Die Sängerin postete ein Foto mit einem Werbespruch für Angela Merkel. An der inhaltlichen Aussage gibt es Kritik.

Unterstützung für Angela Merkel - Facebook-Post von Lena Meyer-Landrut

Facebook-Post von Lena Meyer-Landrut

ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut mischt sich in den Wahlkampf ein. Eine Woche vor der Bundestagswahl am 24. September hat die Sängerin ihre Unterstützung für Kanzlerin Angela Merkel öffentlich gemacht. Auf Facebook und Instagram postete sie ein Bild, das sie als Teil einer Werbekampagne für die Amtsinhaberin zeigt. Das Schwarz-Weiß-Porträt ist unterschrieben mit dem Zitat "I love Raute - weil sie Frauen die Vision gibt, alles werden zu können."

Die Reaktionen in den sozialen Kanälen sind gemischt. Bis Sonntagmittag hatte allein der Facebook-Eintrag knapp 7000 Likes und mehr als 500 Herzen gesammelt. Mehr als 1000 Nutzer posteten aber auch das wütende Emoji. In den Kommentaren bekommt Meyer-Landrut zum Teil heftigen Gegenwind. Neben plumpen Pöbeleien und aggressiven Anfeindungen findet sich auch Kritik an der inhaltlichen Aussage des Motivs. 


Angela Merkel - keine Kämpferin für Frauenrechte

So schreibt eine Facebook-Nutzerin: "Weil Merkel ja so viel für Frauenrechte tut. Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Gleicher Lohn, mehr Frauen in Führungspositionen durch Quote… Alles Dinge, für die sich Merkel NICHT einsetzt." Eine andere schreibt: "Du machst Wahlwerbung? Hast du dich mal mit den Programmen auseinander gesetzt oder nur Geld für einen weiteren Urlaub auf Bali sammeln wollen? Niemand sollte Politiker promoten. Angela Merkel macht es möglich dass Frauen träumen können, was Großes zu werden? Geringverdienerinnen merken davon nichts! Denen bringt eine Frau an der Spitze nichts, wenn sie einen zweiten Job brauchen um durchzukommen."

Es gibt aber auch Zuspruch für Lena, selbst von Merkel-Gegnern: "Man muss ja nicht einer Meinung sein, aber Lena ihre Meinung zu verbieten, geht gar nicht. Und nein, ich bin kein Merkel-Unterstützer", schreibt ein anderer Nutzer. 

Tatsächlich gilt Angela Merkel nicht als große Kämpferin für Frauenrechte. Anders als etwa ihre CDU-Parteikollegin Ursula von der Leyen hat sie sich lange Zeit gegen eine verpflichtende Frauenquote in Unternehmen ausgesprochen. Dass die Große Koalition eine Quote von 30 Prozent für weibliche Aufsichtsratsmitglieder in großen Unternehmen einführte, geschah auf Initiative des Koalitionspartners SPD. Und eine europäische Regelung lehnte die Bundesregierung auf Betreiben des Kanzleramts 2015 ab.

Mit dem Schriftzug "I love Raute" hatten sich zuvor bereits andere Prominente ablichten lassen, darunter übrigens auch die bekennende Nicht-Feministin Sophia Thomalla

In einem ziemlich leeren Raum sitzt CSU-Politiker Horst Seehofer auf einem Stuhl und berichtet über seine Streits mit Merkel