Mecklenburg-Vorpommern Ringstorff kündigt Rücktritt an


Harald Ringstorff, seit zehn Jahren Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, will zum 3. Oktober sein Amt aufgeben. Das hat er am Nachmittag in Schwerin bekannt gegeben. Sozialminister und SPD-Landesvorsitzender Erwin Sellering wird als Nachfolger gehandelt.

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der SPD-Politiker will zum "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober sein Amt niederlegen. Zur Begründung verwies er auf sein Alter. Der SPD-Politiker wird im September 69 Jahre alt. Als wahrscheinlich gilt, dass Sozialminister Erwin Sellering neuer Regierungschef wird. Sellering ist seit April 2007 SPD-Landesvorsitzender.

Mögliche Wahl am 6. Oktober

Sein Nachfolger als Regierungschef und das gesamte Kabinett könnten nach den Worten Ringstorffs am 6. Oktober gewählt werden. Bis dahin sei ausreichend Zeit, einen geordneten Übergang zu organisieren. "Die SPD wird als stärkste Regierungspartei hierfür einen Kandidaten nominieren. Und da gibt es bei uns Sozialdemokraten einen Grundsatz: Das erste Wort hat der Landesvorsitzende."

Dem neuen Kabinett ebenfalls nicht mehr angehören werden nach Angaben Ringstorffs die SPD-Minister für Finanzen und Verkehr, Sigrid Keler und Otto Ebnet, die aus Altersgründen nicht mehr antreten werden. Ihre Nachfolger werde der neue Ministerpräsident bestimmen.

Schon seit Monaten war über eine Amtsmüdigkeit Ringstorffs spekuliert worden, der 1998 bundesweit mit der ersten rot-roten Landesregierung für großes Aufsehen gesorgt hatte und seit 2006 einer Koalition mit der CDU vorstand. Ringstorff sagte zu seinem Rücktritt: "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen." Verantwortung für ein Land zu tragen, bedeute aber auch, den Staffelstab rechtzeitig zu übergeben. "Ich habe fast 19 Jahre politische Verantwortung getragen, als Abgeordneter in der ersten freigewählten Volkskammer, als Oppositionsführer im Landtag, als Wirtschaftsminister und zuletzt fast zehn Jahre als Ministerpräsident."

DPA/AP/Reuters AP DPA Reuters

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