Ohrfeige für Kiesinger
Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) lässt im November 1968 in der Westberliner Kongresshalle sein verletztes Auge untersuchen. Kurz zuvor war die Aktivistin Beate Klarsfeld auf das Podium gestiegen, hatte „Nazi, Nazi“ gerufen und den Kanzler geohrfeigt – aus Protest gegen dessen NS-Vergangenheit als NSDAP-Mitglied und Funktionär der Reichsregierung. Noch am selben Tag wird Klarsfeld zu einem Jahr Haft verurteilt, die Strafe später reduziert.
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