Kampagnen gegen Willy Brandt
Willy Brandt (SPD) bleibt zeitlebens eine Reizfigur für konservative und rechte Kreise. Vor allem im Wahlkampf 1972 eskaliert die Rhetorik bis hin zu offenem Hass: Wegen seiner Ostpolitik wird er als „Vaterlandsverräter“ beschimpft. Auch sein Exil während der NS-Zeit dient politischen Gegnern als Angriffspunkt. Nach dem Kniefall von Warschau 1970 gehen im Bundeskanzleramt zahlreiche Drohbriefe und Hassbotschaften ein.
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