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Mordanschlag am Flughafen Frankfurt: Anklage gegen mutmaßlichen Attentäter erhoben

Im März hatte ein Attentäter zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen erschossen. Jetzt erhob das Oberlandesgericht Frankfurt am Main Anklage gegen den mutmaßlichen islamistischen Täter. Bereits im Juni war er von den amerikanischen Behörden angeklagt worden.

Vier Monate nach dem blutigen Anschlag auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen hat die Bundesanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Attentäter erhoben. Der 21-jährige Arid Uka sei hinreichend verdächtig, zwei amerikanische Soldaten "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" getötet zu haben, teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit. Darüber hinaus soll er versucht haben, drei weitere Angehörige der US-Streitkräfte zu ermorden. Zwei Soldaten verletzte er dabei lebensgefährlich.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen wollte Uka die Soldaten ausschließlich deshalb töten, weil sie als Angehörige der US-Streitkräfte in Afghanistan eingesetzt wurden. Die Taten seien "Ausdruck einer durch dschihadistische Propaganda hervorgerufenen radikal-islamistischen Einstellung", so die Bundesanwaltschaft.

Durch Propaganda zum Täter geworden

Uka soll durch Propaganda im Internet zu der Tat aufgestachelt worden sein. Die Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für weitere Tatbeteiligte oder eine Einbindung des Angeschuldigten in eine terroristische Vereinigung ergeben, so die Ermittler. Anfang Juni war Uka auch von amerikanischen Behörden in den USA angeklagt worden.

hw/AFP/DPA / DPA