Nach Parteispende an FDP Linke fordert Verbot von Firmenspenden


Nach dem Bekanntwerden einer millionenschweren Unternehmensspende an die FDP hat der stellvertretende Linken-Vorsitzende Klaus Ernst ein generelles Verbot von Parteispenden durch Firmen gefordert.

Nach dem Bekanntwerden einer millionenschweren Unternehmensspende an die FDP hat der stellvertretende Linken-Vorsitzende Klaus Ernst ein generelles Verbot von Parteispenden durch Firmen gefordert. Deutschland sei zu einer "Demokratie der gekauften Parteien verkommen", erklärte Ernst am Sonntag in Berlin. Der Skandal um die Spende aus der Hotelbranche an die Liberalen sei nur die "Spitze des Eisbergs". Die Wähler müssten wissen, "ob Volksvertreter wirklich ihrem Gewissen oder ihrem Konto verpflichtet sind", erklärte Ernst.

Zuvor war bekannt geworden, dass die FDP zwischen 2008 und 2009 insgesamt 1,1 Millionen Euro von der Düsseldorfer Substantia AG bekommen hatte. Ein FDP-Sprecher hatte die Summe bestätigt. Nach einem Bericht des "Spiegel" ist es eine der höchsten Parteispenden in der FDP-Geschichte. Die Substantia AG gehört nach "Spiegel"-Informationen zum Imperium von August Baron von Finck. Die Familie Finck ist Miteigentümerin der Mövenpick Gruppe, die in Deutschland 14 Hotels betreibt.

AFP AFP

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