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Nazifest in Pasewalk Menschenkette gegen Rechts


Unter dem Motto "Kein Ort für Neonazis" demonstrierten rund 2000 Menschen im Süden Vorpommerns gegen ein rechtsextremes "Pressefest". Zur Sicherheit waren 200 Polizisten vor Ort.

Rund 2000 Menschen haben am Samstag im Süden Vorpommerns mit einer Menschenkette gegen ein rechtsextremes "Pressefest" protestiert. Vertreter zahlreicher Vereine, Verbände und demokratischer Parteien stellten sich zusammen mit Einheimischen zwischen Pasewalk und Viereck unter dem Motto "Kein Ort für Neonazis" an die Landesstraße 321. An den Protesten beteiligte sich unter anderem auch Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD).

Später kamen mehrere hundert Demonstranten zu einem ein Demokratiefest in Pasewalk zusammen. Es war die bisher größte Bewegung gegen Rechtsextremismus in Vorpommern. Anlass war eine Veranstaltung der NPD-Zeitung "Deutsche Stimme", die diese als "Pressefest" bezeichnete. Dazu reisten nach Polizeiangaben etwa 1000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet nach Viereck.

Zu den Protestaktionen hatte das neu gegründete Bündnis "Vorpommern: weltoffen, demokratisch und bunt!" aufgerufen, das unter anderem Pasewalks Bürgermeister Rainer Dambach angeschoben hatte. "Es gibt nicht viele positive Ergebnisse der letzten Kreisgebietsreform, aber die Solidarität ist gewachsen", sagte Dambach.

Die Polizei war mit 200 Beamten in der Region präsent. Nach Angaben der Einsatzkräfte gab es bis zum frühen Abend keine Zwischenfälle. Die NPD-Zeitung gilt laut Verfassungsschutz als zentrales Info-Blatt der rechtsextremen Szene.

hw/DPA DPA

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