Ampelkoalition Zwischen Applaus und rollenden Augen: Cem Özdemir polarisiert in den ersten Wochen als Landwirtschaftsminister

Cem Özdemir im Portrait vor einem grünen Hintergrund
Cem Özdemir
© Kay Nietfeld/ / Picture Alliance
Der neue grüne Landwirtschaftsminister ist der erste aus dem Ampelkabinett, dem es trotz Corona gelungen ist, eine eigene Debatte anzuzetteln: Schluss mit Ramschpreisen für Fleisch.

Gerade mal zwei Interviews hat er gebraucht. In einem forderte er ein Ende der Ramschpreise für Lebensmittel: "Sie treiben Bauernhöfe in den Ruin, verhindern mehr Tierwohl, befördern das Artensterben und belasten das Klima." Im zweiten legte er nach: "Die großen Player dürfen nicht mehr länger die Preise diktieren und Margen optimieren." Und schon hatte Cem Özdemir das Thema gesetzt.

Zweierlei ist daran erstaunlich. Nicht die Forderungen, die sind Parteigut seit Erfindung des Bio-Eis. Es ist die Tatsache, dass es ihm als erstem gelungen ist, eine Debatte anzustoßen, die rein gar nichts mit der Corona-Pandemie zu tun hat. Und zwar ausgerechnet als Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung.


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