HOME

Neuer Gewerkschaftschef klagt: Deutsche Polizei nicht genug auf Terroralarm vorbereitet

Der designierte Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, beklagt mangelnde Vorbereitungen auf einen möglichen Terroranschlag in Deutschland. "Im Vergleich zu Ausnahmesituationen wie Amokläufen an Schulen haben die Sicherheitsbehörden den Einsatz bei Terroralarm bisher wenig trainiert", sagte er.

Der designierte Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, fordert eine bessere Vorbereitung von Polizisten auf einen Terroranschlag in Deutschland. "Im Vergleich zu Ausnahmesituationen wie Amokläufen an Schulen haben die Sicherheitsbehörden den Einsatz bei Terroralarm bisher wenig trainiert", sagte Witthaut dem "Hamburger Abendblatt". "Hier haben wir Defizite", sagte er. Gleichzeitig warnte Witthaut vor Panikmache nach den jüngsten Informationen über mögliche Anschlagsziele in Deutschland.Witthaut soll am Montag die Nachfolge des langjährigen GdP-Chefs Konrad Freiberg antreten und auf dem GdP-Bundeskongress in Berlin zum Vorsitzenden der Gewerkschaft gewählt werden.

Der parlamentarische SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann forderte eine bessere Ausstattung der Bundespolizei. Sie werde ihre verstärkte Präsenz aufgrund der Terrorgefahr nicht durchhalten können, sagte er am Montag im ARD-"Morgenmagazin". "Die geplanten Einsparungen bei der Bundespolizei sind unverantwortlich", kritisierte Oppermann und forderte Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf, während der Haushaltsberatungen in dieser Woche gegenzusteuern: "Wir brauchen eine leistungsfähige Polizei, die in der Lage ist, uns gut zu beschützen."

APN/DPA / DPA