NRW-Landtagswahl Grüne können sich Koalition mit CDU vorstellen


Mit scharfen Angriffen auf die FDP und Kritik am Wunsch-Koalitionspartner SPD sind die nordrhein- westfälischen Grünen in den Schlussspurt zur Landtagswahl gestartet. Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann warf FDP-Landeschef Andreas Pinkwart vor, die Griechenland-Krise "für eine widerliche Stimmungsmache zugunsten eigener parteipolitischer Ziele" zu benutzen.

Mit scharfen Angriffen auf die FDP und Kritik am Wunsch-Koalitionspartner SPD sind die nordrhein- westfälischen Grünen in den Schlussspurt zur Landtagswahl gestartet. Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann warf FDP-Landeschef Andreas Pinkwart vor, die Griechenland-Krise "für eine widerliche Stimmungsmache zugunsten eigener parteipolitischer Ziele" zu benutzen. "Diese Partei muss raus aus der Regierung", sagte sie am Sonntag auf einem kleinen Parteitag der Grünen in Essen.

Die Grünen streben bei der Wahl am 9. Mai eine rot-grüne Koalition an. Ein Bündnis mit der CDU schließen sie aber nicht aus. "Wir werden jede mögliche Regierungsbildung daran messen, wie viel grüne Politik sich in einer Koalition umsetzen lässt", heißt es in einem fast einstimmig angenommenen Antrag.

Umfragen zufolge ist der Wahlausgang am 9. Mai völlig offen. Weder der regierende Koalition von CDU und FDP noch ein rot-grünes Bündnis haben derzeit eine Mehrheit. Ein großer Teil der Wähler hat aber noch nicht entscheiden, ob und wen sie wählen.

Parteichefin Daniela Schneckenburger griff die Energiepolitik der SPD an. "Kohle ist kein Weg in die Zukunft", sagte sie. Die SPD will den Ausstieg aus den Steinkohle-Subventionen rückgängig machen und hält am Bau neuer Kohlekraftwerke fest.

Auch in der Bildungspolitik gingen die Grünen auf Distanz zur SPD. Sie wollen nach einem Wahlsieg die Studiengebühren schneller streichen als die Sozialdemokraten.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker