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Angeblich durch Straftat: Personenschützer des BKA hat Dienstwaffe verloren

Ein Personenschützer des Bundeskriminalamtes (BKA) hat in einem Berliner Hotel seine Dienstwaffe verloren. Einem Bericht zufolge gehört der Beamte der Sicherungsgruppe 1 an, die etwa amtierende und ehemalige Bundespräsidenten beschützt.

Personenschützer des BKA hat Dienstwaffe verloren

Ein Polizeibeamter im Personenschutz des Bundeskriminalamtes (BKA) hat seine Dienstwaffe verloren (Symbolbild)

DPA

Ein Polizeibeamter im Personenschutz des Bundeskriminalamtes (BKA) hat seine Dienstwaffe verloren. Das bestätigte das BKA auf Nachfrage des stern. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" über den Vorfall berichtet. Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen Personenschützer der Sicherungsgruppe 1 handeln – die Einheit beschützt unter anderem amtierende und ehemalige Bundespräsidenten.

Personenschützer des BKA verliert Dienstwaffe

Dem "Tagesspiegel"-Bericht zufolge habe der Oberkommissar in der Nacht zu Mittwoch in einem Drei-Sterne-Hotel in Berlin-Neukölln seine Pistole verloren – angeblich durch eine Straftat. Das habe der Beamte am frühen Morgen nach vier Uhr der Berliner Polizei gemeldet.

Nach Informationen des "Tagesspiegel" handele es sich um einen Beamten des Personenschutzes beim Landeskriminalamt Niedersachsen, der aktuell beim BKA in der Sicherungsgruppe 1 tätig sei. Die Einheit ist auch für den Schutz amtierender und früherer Bundespräsidenten tätig. Das BKA bestätigte auf Nachfrage des stern lediglich, dass es sich um einen Beamten im Personenschutz des BKA handele. Der Mann sei bis zur Klärung des Falls von seinen Personenschutzaufgaben entbunden, so der "Tagesspiegel".

Die Staatsanwaltschaft Berlin habe die Ermittlungen übernommen, sagte das BKA auch dem stern. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin weise nun allerdings darauf hin, dass "derzeit kein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Berlin geführt" werde (s. Update unter diesem Text).

Da es sich um laufende Ermittlungen handele, könne sich das BKA nicht darüber hinaus äußern. Die Waffe – eine Pistole des Typs "Glock 17" – sei zur Fahndung ausgeschrieben, schreibt der "Tagesspiegel". 

Update, 14.28 Uhr: Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin dementiert die Aussagen des BKA, es würden Ermittlungen bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin geführt. Wir haben den Text entsprechend aktualisiert.

Quellen: "Tagesspiegel"

fs